In Elfjährige verliebt: Mann (23) vor Gericht

Dem 23-Jährigen wurde schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen.
Dem 23-Jährigen wurde schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen.Bild: privat
Nach verbotener Liebe landete 23-Jähriger wegen schweren sexuellen Missbrauchs vor Gericht. Urteil: bedingte Unterbringung.
"Ihre rosarote Brille hat mir gefallen", erzählte der Angeklagte im Prozess am Landesgericht in St. Pölten. In eine Elfjährige hatte der 23-Jährige sich vor zwei Jahren verliebt, hatte dann mehrmals Sex mit dem Mädchen. Jetzt saß er wegen schweren sexuellen Missbrauchs auf der Anklagebank.

"Zuerst haben wir Handerl gehalten"

Im Jahr 2018 lernte der damals 21-Jährige die St. Pöltnerin über eine gemeinsame Freundin kennen. Er reiste sogar mit dem Zug von Salzburg (er wohnt dort) nach St. Pölten. "Zuerst hatten wir Kontakt via WhatsApp. Dann bin ich zu ihr gefahren. Sie hat mir die Stadt gezeigt, wir haben Handerl gehalten", so der Angeklagte vor Gericht. Später kam es zu freiwilligem Sex zwischen den beiden. "Ihre Mutter war nicht zu Hause, wir hatten sturmfreie Bude." Auch intime Fotos tauschten sie aus, das brachte dem 23-Jährigen zusätzlich eine Anklage wegen pornografischer Darstellung Minderjähriger ein.

Angeklagter darf nach Prozess nach Hause

Laut Gutachter war der Angeklagte zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig, weil er an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Mit ähnlichen Taten sei auch in Zukunft zu rechnen. Daher sprach ein Schöffensenat die Unterbringung in einer Anstalt für geistig Abnorme aus. Weiters wurden Weisungen erteilt, der Angeklagte muss sich einer psychiatrischen Behandlung unterziehen. Weil die Unterbringung bedingt verhängt wurde, durfte der 23-Jährige gleich nach dem Prozess nach Haue gehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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