In Hort: Statt Pädagogen passt Putzfrau auf Kids auf

In der Daniel Gran-Volksschule in St. Pölten übernimmt eine Reinigungskraft seit Jahresbeginn die Früh- und teilweise die Nachmittagsbetreuung der Kinder.
Durch Zufall brachte ein zunächst besorgter, dann zorniger Vater den Fall in der Daniel Gran-Volksschule ins Rollen: „Seit Jänner hat die Frau vom Schulwart, eine Reinigungskraft, Aufgaben von Hortpädagogen übernommen. In der Früh- (Anm.: zwischen 7.15-7.45 Uhr) und teils in der Nachmittagsbetreuung."

"Fatales Zeichen"

Der Grund: Mit 2017 war eine Pädagogin in Pension gegangen, wurde nicht nachbesetzt, andere Pädagogen wurden nicht aufgestockt (obwohl einige Teilzeit-Pädagogen liebend gerne mehr Stunden machen wollen, mit 20 Stunden/Woche kaum leben können). Für den nö. Bildungssprecher der Grünen, Georg Ecker, ein fatales Zeichen: „Politisch und persönlich ganz schlecht. Es kann und darf nicht sein, dass Leute ohne entsprechende Ausbildung die Kinder betreuen. Die Ausbildung dauert nicht umsonst fünf bis sechs Jahre, mit vorhandener Matura immerhin noch drei Jahre. Die Eltern vertrauen der Schule. In einer Autowerkstatt erwarte ich auch ausgebildete Kfz-Mechaniker. Und bitte wir reden hier von Kindern, nicht von Autos. Und klar, die Reinigungskraft lässt dann im Zweifelsfall, die Kinder lieber still sitzen, da geht es ja auch um Haftungsfragen."

Der Grün-Politiker stellte eine Anfrage ans Land NÖ (15 Fragen - zwei Antworten kamen zurück), will das Land NÖ in die Pflicht nehmen. Denn: Die Eltern zahlen zwischen 50 und 100 € im Monat.

Übrigens: Bis 2015 hatte es sechs Horte in St. Pölten gegeben, dann führte das Land die schulische Nachmittagsbetreuung ein, die Horte machten zu.

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(Lie)

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