Österreich

In Linzer Schule sind Moslems nun in der Überzahl

Glattauer gibt Noten: Heute geht es um den Nahost-Konflikt, antisemitische Schüler und, dass es in Linzer Schulen mehr Moslems als Christen gibt.

Niki Glattauer
Niki Glattauer war Lehrer und Schuldirektor und vergibt in <em>"Heute"</em> Noten.
Niki Glattauer war Lehrer und Schuldirektor und vergibt in "Heute" Noten.
Sabine Hertel

Soll der Nahost-Krieg unterrichtet werden?

Auch das noch. Jetzt wird von unseren Lehrern erwartet, dass der Nahost-Krieg im Unterricht behandelt wird, "möglichst objektiv". Und das in Klassen, die zu fast 100 Prozent aus Moslems bestehen. Eine Direktorin lapidar: "Na gute Nacht!"

Es begann damit, dass Österreichs Islamlehrerinnen vorige Woche eine schriftliche Anweisung ihres Schulamts (IGGÖ) bekamen, das Thema "verantwortungsbewusst" zu behandeln. So weit, so gut gemeint. Doch nicht wenige Schüler bringen "Palästina" damit erst recht in ihre Klassen – und ihre Lehrerinnen in ein Dilemma.

Besagte Direktorin mailt mir: "Ich habe oben gefragt, ob wir das Thema wenigstens aktuell aussparen dürften, wo zwei Kolleginnen im Lehrkörper deklarierte Jüdinnen seien. Die Antwort meiner SQM: Nein, im Gegenteil, sie erwarte eine unterrichtliche Behandlung, natürlich möglichst objektiv." Angeblich arbeiten mehrere Bildungsdirektionen an einer Anleitung für eine "sensible Herangehensweise". Hm.

Note: Nachprüfung
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    Die israelische Armee hat jetzt alle Zivilisten in Gaza aufgefordert, die Stadt in Richtung Süden zu verlassen.
    Die israelische Armee hat jetzt alle Zivilisten in Gaza aufgefordert, die Stadt in Richtung Süden zu verlassen.
    ARIS MESSINIS / AFP / picturedesk.com

    50 % "unserer" Moslems sind Antisemiten

    Das Dilemma vieler Lehrerinnen besteht darin, die politisch verfahrene Situation im Nahen Osten möglichst objektiv vermitteln zu wollen, für die Gräueltaten islamistischer Terroristen dennoch gefahrlos klare Worte finden zu dürfen. Das muss man nun vor dem Hintergrund der letzten Antisemitismus-Studie sehen, die das IFES veröffentlicht hat.

    Befragt waren im Herbst 2022 3.000 Personen worden, davon 30 % aus türkischem oder arabischem Milieu, die aber (Achtung!) zu mehr als zur Hälfte bereits in Österreich geboren wurden, hier aufgewachsen und in die Schule gegangen sind. Ergebnis: Jeder zweite befragte – austrifizierte - Moslem ist bekennender "Antisemit".

    Das fürchterlichste Detail: Der Behauptung "Israel hat ein Recht als Heimatland des jüdischen Volkes zu existieren“ stimmen nur 14 % "unserer" Muslime "voll und ganz" zu, fast 50 % meinen, das stimme "überhaupt nicht" bzw. "eher nicht". Wie sagte die Kollegin oben: "Na gute Nacht!"

    Note: Nicht gut

    In den Linzer Schulen ist der Islam daham

    Laut "Statistik Austria" gehören in Österreich 745.600 Bürger dem Islam an. In den meisten Volks- und Mittelschulen in den Städten von Wien über Wels bis Lustenau sind muslimische Schüler aber bereits in der Mehrzahl. Beispiel Linz: 35,75 % Moslems, 33,13 % Christen. Die sind natürlich zu 90 Prozent friedfertig, schlicht Kinder mit dem Glaubensbekenntnis ihrer Eltern.

    Viele Lehrerinnen wehren sich dennoch dagegen, das "heiße Eisen" Naher Osten jetzt anfassen zu müssen. Hier drei Posts aus dem Netz. "Wir Lehrer sind keine Wunderwuzzis, und wenn die Kinder zuhause indoktriniert werden, können wir nicht viel tun.“ - "Die Schule ist da für Mathematik, Geographie und sonstiges, aber nicht für Sozialarbeit.“ – "In der heutigen Zeit fährt man als Lehrer damit am besten, 0,0 politische Themen anzusprechen. Mit dem Thema kannst nur verlieren."

    Note: Nicht beurteilt