Im Lokal überfallen: Jetzt spricht der Gastwirt (59)

Gastwirt Franz Sch. (59) wurde in seinem Lokal brutal überfallen.
Gastwirt Franz Sch. (59) wurde in seinem Lokal brutal überfallen.Bild: W.M.
In seinem eigenen Lokal wurde Gastwirt Franz Sch. (59) von zwei Unbekannten brutal überfallen. Das Duo entkam mit der Geldbörse mit 1.300 Euro.

Mit Prellungen am ganzen Körper und einem blauen Auge liegt Franz Sch. (59) auf der Couch in seinem Wohnzimmer. Erst vor wenigen Tagen wurde der 59-Jährige Opfer eines brutalen Raubüberfalls. Und das in seinem eigenen Lokal (wir berichteten).

In der Nacht auf Samstag wollte der Gastwirt gegen vier Uhr Früh sein Lokal am Hauptplatz von Haid verlassen. "Ich habe noch alles zusammengeräumt und wollte schon gehen. Plötzlich habe ich jemanden im Gastgarten vor dem Lokal bemerkt", erinnerst sich der Trauner.

Draußen sah er einen maskierten Unbekannten, der sich hinter einem Tisch versteckte. Dann geschah das Unfassbare. "Ich wollte ihn zur Rede stellen. Doch wortlos ging er auf mich los, versuchte mir meine Geldbörse zu entreißen", so der 59-Jährige.

Nur wenige Augenblicke danach kam plötzlich ein Komplize des Angreifers hinzu. Der Gastwirt schafft es zurück in sein Lokal. Das Duo ließ jedoch nicht locker und drängte die Türe auf.

"Es entstand eine heftige Rangelei. Ich habe mich so gut es ging gewehrt. Allerdings hatte ich gegen zwei Angreifer keine Chance", so der Lokal-Besitzer.

Den Räubern gelang mit der Brieftasche, in der sich rund 1.300 Euro befanden, die Flucht.

Für den Trauner, der das "Malibu" bereits seit 15 Jahren betreibt, war es der bislang schlimmste Vorfall. "Seit einigen Jahren ist es immer schlimmer. Bei mir wurde schon mehrmals eingebrochen. Aber überfallen hat mich noch nie jemand", schüttelt der 60-Jährige den Kopf.

Wie der Gastwirt berichtet, sollen schon mehrmals Jugendliche Flaschen, Eier oder Äste in das Lokal geworfen haben.

Trotz des brutalen Überfalls wird Sch. auch diese Woche wieder sein Lokal aufsperren. Doch allzu lange wird er wahrscheinlich nicht mehr hinter dem Thresen stehen. "Die Arbeit macht keinen Spaß mehr. Immer wieder muss man sich mit Unannehmlichkeiten herumschlagen."

(mip)

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