In NÖ wird im Jahr für 2,8 Milliarden Euro gepfuscht

Symbolbild eines Bauarbeiters.
Symbolbild eines Bauarbeiters.Bild: iStock
Eine Prognose der Johannes Kepler Universität ergibt, dass in Niederösterreich für 2,8 Milliarden Euro schwarz gearbeitet wird.
Genaue Zahlen gibt es für Schwarzarbeit freilich nicht, dennoch wird an der Johannes Kepler Uni in Linz jedes Jahr anhand der zur Verfügung stehenden Daten versucht, möglichst genau zu berechnen, wie viel das Gesamtvolumen der Schattenwirtschaft, der sogenannte „Pfusch", in Niederösterreich beträgt. Demnach sollen es 2019 2,8 Milliarden Euro sein.

Der von Prof. Friedrich Schneider (Institut für Volkswirtschaftslehre an der JKU) errechnete Wert ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 170 Millionen Euro oder 5,7 Prozent zurückgehen. 2018 ist in Niederösterreich noch um 2,97 Milliarden Euro gepfuscht worden.

Weniger Arbeitslose, weniger Pfusch

Als Gründe für die rückläufige Schattenwirtschaft im Land ortet Schneider das starke Wirtschaftswachstum sowie die gesunkene Zahl an Arbeitslosen. Die geplante Steuerreform werde die Schwarzarbeit ebenfalls bremsen.

Die meiste Schwarzarbeit erfolgt im Baugewerbe. Laut Berechnung sind es heuer landesweit 1,1 Milliarden Euro. Kräftig gepfuscht wird auch im Friseurgewerbe, beim Babysitten oder Nachhilfestunden, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie in Hotels und Gaststätten. (min)

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