In OÖ gehen 46 neue Cops auf Verbrecherjagd

46 neue Polizisten traten am Mittwoch nach bestandener Ausbildung ihren Dienst in OÖ an.
46 neue Polizisten traten am Mittwoch nach bestandener Ausbildung ihren Dienst in OÖ an.Bild: LPD Oberösterreich

46 neue Polizisten gehen ab sofort in OÖ auf Verbrecherjagd. 16 davon bleiben in Linz. In der Landeshauptstadt bleibt die Personalsituation aber angespannt.

Schon seit Monaten wird immer wieder Alarm geschlagen. Der Grund: Oberösterreich hat zu wenig Polizisten. Wie Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) schon vergangenen Oktober bestätigte, sind in Oberösterreich von 3.455 Dienstposten nur 3.024 Vollzeitkräfte für die Polizeiarbeit verfügbar.

Prekär ist die Situation vor allem in der Landeshauptstadt. Die Beantwortung einer Nationalratsanfrage belegt, dass uber 100 Polizisten in den Linzer Polizeiinspektionen fehlen.

Die im Oktober 2018 erstellte Anfragebeantwortung ergibt ein erschreckendes Bild. „Den 657 vorgesehenen Vollzeit-Planstellen stehen lediglich 555 Vollzeitbeschäftigte gegenuber", kritisiert deshalb der Linzer SPÖ-Fraktionsobmann Stefan Giegler.

In Linz fehlen rund 160 Polizisten



Noch schlimmer: In der Darstellung der Personalsituation sind Karenzen in die Zahl der verfugbaren Vollzeitbeamten eingerechnet. Zudem werden anderen Aufgabenbereichen dienstzugeteilte Exekutivbeamte weiterhin ihrer „Stammdienststelle" zugerechnet. Giegler: "Wer also bei einer Sondereinheit arbeitet, wird auf dem Papier trotzdem in der Polizeiinspektion vor Ort als verfugbar dargestellt."

Fur die Dienststellen im Linzer Stadtpolizeikommando werden in der Anfragebeantwortung 33 Personen als anderweitig dienstzugeteilt ausgewiesen. "Mit den karenzierten und den dienstzugeteilten Beamten erhöht sich die Zahl der nicht verfugbaren Polizisten in Linz um weitere 59", rechnet Giegler vor.

16 neue Polizisten für Linz



Umso erfreulicher ist es nun, dass am Mittwoch 46 Polizisten (davon acht Frauen) nach bestandener Grundausbildung ihren Dienst antreten konnten.

16 neue Polizisten gehen künftig in der Landeshauptstadt auf Verbrecherjagd. Sieben Kollegen sind für Inspektionen im Bezirk Linz-Land vorgesehen und der Rest teilt sich auf die andere Bezirke des Landes auf. "In den ersten vier Monaten erhalten die Absolventen wenn nötig noch Unterstützung von einem speziell geschulten Beamten", so Karl Sternberger, Leiter der Linzer Sicherheitsakademie.

(mip)

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