Ein 19-Jähriger Steirer soll einen Radarkasten demoliert haben, nachdem er auf der Autobahn mit 160 km/h geblitzt worden war.Das nützte nur alles nichts, das letzte Foto war trotzdem zu sehen und brachte den jungen Vandalen am Montag vor Gericht. Er war teilweise geständig, die Verhandlung wurde vertagt.
"Das ganze ist eine blöde G'schicht", meinte der Verteidiger zu dem Vorfall vom Juni 2011 auf der A2 Südautobahn bei Bad Waltersdorf. Sein Mandant habe sich über die Radarkontrolle geärgert und deshalb die beiden Scheiben eingeschlagen. Dazu fühlte sich der junge Mann auch schuldig, alles andere stritt er ab.
Denn bei dem Gerät wurden die Scheiben eingeschlagen, außerdem wurde es mit Benzin überschüttet und angezündet. Vom Brandanschlag wollte er nichts wissen, auch aufgeschraubt habe er den Kasten nie, das sei jemand anderer gewesen.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass hinter Ihnen ein anderer nachkommt und das Gleiche macht, ist eher gering", gab Richter Raimund Frei zu bedenken. Die Beifahrerin des Angeklagten unterstützte seine Version, sie will nur gesehen haben, dass er eine Scheibe eingeschlagen hat.
Da der Schaden rund 31.200 Euro - davon allein 26.000 Euro für die Kamera - beträgt, will der Richter noch weitere Zeugen hören. Es geht um die Frage, ob es nicht vielleicht noch einen zweiten Täter gegeben hat, der unmittelbar nach dem 19-jährigen den Radarkasten in Brand gesetzt hat. "Das habe ich noch nie gehört", meinte zwar ein Zeuge, der mit der Kontrolle der Kästen betraut ist. Trotzdem wurde der Prozess vertagt.
(APA/ red)