Tirol

In Tirol verunglückter Elite-Soldat tot geborgen

Ein Elite-Soldat aus Deutschland wurde am Donnerstag von riesigen Felsmassen verschüttet, die Rettung war zu gefährlich. Nun ist er tot.
Leo Stempfl
10.06.2022, 17:51

Wie berichtet, gerieten am Donnerstag zwischen dem Stripsenjoch und dem Anton-Karg Haus riesige Felsbrocken in Bewegung und stürzten in Richtung Tal. Die Gesteinsmassen trafen ausgerechnet eine Gruppe Bergsteiger, ein Kletterer wurde mitgerissen. Er galt seither als vermisst.

Freitagvormittag wurden weitere tragische Details bekannt. Der Verschüttete ist ein 30 Jahre alter Deutscher und Mitglied des deutschen Kommandos Spezialkräfte (KSK). Er hatte mit anderen Elite-Soldaten in den Tiroler Alpen eine Bergführerausbildung absolvieren wollen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wegen Nebels, Nässe und der Gefahr von weiteren lebensgefährlichen Felsstürzen hatten die Bergretter ihre Suchaktion am Donnerstag vorerst einstellen müssen, auch Freitagfrüh wurde die Suche zunächst nicht wiederaufgenommen. Zwei Hubschrauber, die Bergrettungen Kufstein und St. Johann, eine Lawinenhundestaffel und die Feuerwehr Kufstein waren an dem Einsatz beteiligt.

Tot geborgen

Der 30-Jährige hatte sich laut Polizei mit seinen vier Kollegen über eine 40 Meter hohe Felswand abgeseilt. Gerade als der Vermisste den Fuß der Wand erreicht hatte und über einen Weg wieder zum Ausgangspunkt aufsteigen wollte, sei die große Felslawine über ihm niedergegangen.

Am späten Nachmittag des 10. Juni konnte der 30-Jährige schlussendlich geortet und in einem gemeinsamen Einsatz der Alpinpolizei, von Spezialisten des Bundesheeres, der Bergrettung Kufstein und der Feuerwehr Kufstein leider nur noch tot geborgen werden. Die Leiche wurde mit dem Polizeihubschrauber in das Tal geflogen.

Mehr zum Thema