Niederösterreich

Binnen zehn Jahren 30 Prozent weniger Bank-Filialen

In NÖ ist die Zahl der Bankfilialen weiter rückläufig: Binnen zehn Jahren schrumpfte die Anzahl von 1.152 auf 811.
Erich Wessely
22.05.2022, 15:53

In Niederösterreich ist die Zahl der Bankfilialen weiter rückläufig. Laut dem "NÖ Wirtschaftspressedienst", der sich auf Daten der Österreichischen Nationalbank beruft, hatte es 2011 noch 1.152 Bankfilialen in NÖ gegeben.

Zehn Jahre später, 2021, schrumpfte die Zahl der Geschäftsstellen von Banken beträchtlich - auf nur noch 811. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist damit ein Rückgang um 341 Filialen oder 29,6 Prozent zu verzeichnen.

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Weiterer Rückgang zu erwarten

Bei den Filialen der heimischen Banken ist auch ein weiterer Rückgang zu erwarten, den der Consulter KPMG nach einer Befragung der Branche im November 2021 mit "jedenfalls einem Zehntel" bis zum Jahr 2025 beziffert. Es werde zu einem Rückgang der Zahl physischer Standorte kommen, aber auch zu einem Umschwung im Serviceangebot. Dass dabei Services, die über klassische Banking-Leitung hinausgehen, eine wichtige Rolle spielen - wie dies Bankmanager meinen -, teilt KPMG nicht vollständig.

Corona unterstützte digitales Banking

Banken müssten ihren künftigen Fokus auf moderne Filialtypen legen, rät der Berater in einer Branchenstudie, die Ende 2021 erschien. Der Shift von Transaktionsfilialen zu Beratungsfilialen sei im Zusammenspiel mit den digitalen Kanälen und den Kundenkontaktcentern unabdingbar.

60 Prozent der Kunden würden nur gelegentlich eine Bankfiliale besuchen. 74 Prozent der Österreicher seien mobile Internetnutzer und würden Online-Banking verwenden. Durch Corona sei eine um 50 Prozent höhere Nutzung digitaler Banking Services zu verzeichnen, heißt es in der Studie.

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