Naramalli Sivaprasad (67) spazierte am Donnerstag zu seiner Arbeit. Der Unterschied zu sonst: Er trug einen auffälligen Schnauzer und eine Hakenkreuz-Binde am Arm.
"Was ich mache, wird schnell Aufmerksamkeit erregen", sagte Sivaprasad. Und er sollte recht behalten. Denn sein Auftreten in Andhra Pradesh hatte einen äußerst ernsten Hintergrund: Die Bundesregierung weigert sich der Region einen Sonderstatus zu gewähren. Dieser sei aber für die Entwicklung von Andhra Pradesh notwendig. Denn ein Sonderstatus bedeutet mehr finanzielle Mittel.
"Kreativer Protest"
Gleichzeitig kritisierte er Indiens Premier Narendra Modi. Er gewann 2014 die Wahlen unter "großen Erwartungen und Hoffnungen". Am Ende sei das Volk enttäuscht worden. Vielmehr sei Modi mit dem Nazi-Diktator zu vergleichen, der ebenfalls hungrig nach Macht gewesen sei. Auch er habe keinen Rat angenommen und sich nicht um die Menschen gekümmert.
Der Politiker ist bekannt für seine kuriosen Auftritte. Immer wieder taucht er in Verkleidungen auf. Seine Vergangenheit als Schauspieler könnte ein Grund für die "kreativen Proteste" sein.
(slo)