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Infizierte Mediziner sollen Quarantäne früher beenden

Omikron wütet auch in der Schweiz. Sollte ein System-Kollaps drohen, soll das Pflegepersonal die Quarantäne abkürzen, fordern Experten.
20 Minuten
26.12.2021, 15:39

Omikron überrollt die Schweiz. In einigen Kantonen ist die Virus-Mutante bereits vorherrschend. Am Samstag, sagte Tanja Stadler, Chefin der Covid-Task-Force: "Wir gehen davon aus, dass Omikron in diesen Tagen zur häufigsten Variante wird." Das könnte zur Folge haben, dass der Schweiz im Jänner etwa 25.000 Ansteckungen pro Tag drohen. Mit diesem Szenario rechnet die Covid-Task-Force des Bundes. Dies unter anderem auch, weil die Impfung nicht so gut gegen Omikron schützt, sofern man keinen Booster erhalten hat.

Doch was würde das für die Schweiz bedeuten, hätte man 25.000 Ansteckungen pro Tag und Zigtausende Arbeitnehmende in Isolation? Nicht nur das Gesundheitswesen wäre am Anschlag, sondern auch andere wichtige Sektoren wie etwa die Logistik, der Verkehr und die Stromversorgung. Gegenüber der "NZZ am Sonntag" schreibt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung: "Wir haben die Lagebeurteilung aufgrund der neuen Pandemiesituation erneut intensiviert. Es sind Maßnahmen vorbereitet, um bei Engpässen rechtzeitig einzugreifen."

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Zentrum für Infektionsprävention empfiehlt Quarantäne-Verkürzung

Das Zentrum für Infektionsprävention Swissnoso empfiehlt in einem Schreiben vom Mittwoch den Spitälern: "Bei schwerem Personalmangel sollten asymptomatische Mitarbeitende mit positivem Covid-19-Test nach fünf Tagen häuslicher Isolation die Arbeit wieder aufnehmen dürfen, sofern durch den Kantonsarzt genehmigt."

Sogar noch einen Schritt weiter gehen würde Rudolf Hauri, oberster Kantonsarzt der Schweiz. Sofern positiv getestete Personen keine Symptome aufweisen würden, müssten sie gar nicht erst in Quarantäne gehen. Dies sei jedoch als letztes und äußerstes Mittel gedacht. In diesem Fall würde man dann weitere Ansteckungen in Kauf nehmen, damit das System nicht kollabiert.

Im Gegensatz zum Mutterkonzern Lufthansa hatte die Swiss über Weihnachten mit keinen Personalengpässen zu kämpfen. Andere Firmen wie zum Beispiel die Post würden im Notfall auf den Zivilschutz zurückgreifen, wie SRF berichtete.

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