Corona-Kranker aus Salzburg fuhr auf Italien-Urlaub

Venedig im Dezember. Archivbild, 2016
Venedig im Dezember. Archivbild, 2016Robert Kalb / picturedesk.com
In Salzburg häufen sich Verstöße gegen angeordnete Quarantäne. Ein besonders dreister 19-Jähriger fuhr sogar trotz Infektion nach Italien auf Urlaub.

Die Salzburger Staatsanwaltschaft meldet derzeit vermehrte Verstöße gegen Corona-Quarantänebescheide. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein unglaublich dreister 19-Jähriger. Er soll Ende Dezember trotz eines positiven Corona-Tests seine Wohnung in der Stadt Salzburg verlassen – und dann auf alle Bestimmungen pfeifend – nach Italien auf Urlaub gefahren sein.

Gegen den Teenager sei laut einer APA-Meldung nun ein Ermittlungsverfahren wegen "vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten" (Paragraf 178 StGB) eingeleitet worden. 

Die Anzeige gegen den 19-Jährigen habe der Magistrat Salzburg erstattet. Wie die Leiterin der Staatsanwaltschaft Salzburg,  Barbara Fischer, am Montag schilderte, hatte der Beschuldigte am 28. Dezember einen PCR-Test am Flughafen Salzburg absolviert. Einen Tag danach sei das positive Testergebnis per SMS zugestellt worden. Telefonisch sei der junge Mann nicht erreichbar gewesen.

Genau eine Woche später kontrollierten Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Wohnung und erfuhren, dass der 19-Jährige nach Italien auf Urlaub gefahren sei, schilderte Fischer.

Laut der Staatsanwältin sei die jüngste Zunahme an Anzeigen eine Mahnung an die Bürger, dass die Behörde die Einhaltung der Bescheide auch kontrolliere.

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