Britin unter Mordverdacht

Influencerin (23) droht Todesstrafe in Dubai

Seit Monaten sitzt Brooke George in einem Gefängnis in Dubai. Sie soll ihren Freund getötet haben – und kämpft nun um ihr Leben.
14.10.2026, 14:09
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Die britische Influencerin Brooke George (23) befindet sich seit Juni 2026 in Dubai hinter Gittern. Der Vorwurf wiegt schwer: Sie soll ihren 26-jährigen Freund William Treeby mit einem Küchenmesser getötet haben.

Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht der jungen Frau in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Todesstrafe.

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Während Brooke auf den Fortgang des Verfahrens wartet, wächst die Sorge ihrer Familie. Ihre Mutter Tess berichtet von schwierigen Haftbedingungen in der Polizeistation Bur Dubai. Das Licht soll auch nachts eingeschaltet bleiben, schreiende Babys und Kinder würden den Schlaf stören.

Wie es bei bunte.de heißt, habe Brooke George bislang auch keine Medikamente erhalten, die ihr beim Schlafen helfen sollten. "Ich mache mir große Sorgen um ihren psychischen Zustand", erklärt ihre Mutter. Besonders belastend: Internationale Telefonate zur Familie in Großbritannien sollen mittlerweile nicht mehr erlaubt sein.

Notwehr als Verteidigung

Die Influencerin bestreitet die Messerverletzung nicht, beruft sich jedoch auf Notwehr. Ihrer Verteidigung zufolge soll ihr Freund zuvor gewalttätig geworden sein. Ob sich die Auseinandersetzung tatsächlich so ereignet hat, muss das Gericht klären.

Eigentlich hätte der Prozess bereits weiter fortgeschritten sein sollen. Bei einer Anhörung Anfang Oktober erschienen jedoch mehrere Zeugen der Anklage nicht, weshalb der nächste Gerichtstermin auf den 28. Oktober 2026 verlegt wurde.

Organisation fordert bessere Behandlung

Die Organisation "Detained in Dubai" setzt sich für die inhaftierte Britin ein. Gründerin Radha Stirling bezeichnet die eingeschränkten Telefongespräche als besonders belastend: "Für Brooke sind diese Anrufe lebenswichtig. Für ihre Familie sind sie die einzige Möglichkeit, zu erfahren, wie es ihr geht."

Bis zur Fortsetzung des Verfahrens bleibt Brooke George vorerst in Haft. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.

red, 14.10.2026, 14:09