Das Amtsgericht Stuttgart hat Anfang Juli ein Regelinsolvenzverfahren gegen die bekannte Beauty- und Lifestyle-Influencerin Hanadi Diab eröffnet. Die 39-Jährige erreicht auf Instagram mehr als 760.000 Follower und betreibt neben ihren Social-Media-Kanälen auch ein eigenes Kosmetikstudio.
Der Insolvenz ging ein Rekord-Bußgeld voraus: Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) verhängte eine Strafe von rund 37.800 Euro gegen die Influencerin – das höchste Bußgeld, das je gegen einen Influencer im Bundesland ausgesprochen wurde.
Auslöser waren mehrere Instagram-Storys zwischen Mai und Juli 2025, in denen Diab bezahlte Kooperationen nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet haben soll, schreibt Bild. Bereits 2020 und 2022 sei sie auf die gesetzlichen Vorgaben hingewiesen worden.
In einem TikTok-Video zeigte sich die Influencerin schockiert und wies die Vorwürfe zurück. Sie erklärte: "Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist." Die Kritik der Behörde beziehe sich unter anderem auf Schriftart und Farbe der Werbehinweise.
Ob das Bußgeld direkt mit der Insolvenz zusammenhängt, ist bisher nicht bekannt. Trotz der Pleite muss Hanadi Diab ihre Arbeit als Influencerin aber nicht aufgeben: Ihr Geschäftsbetrieb wurde aus der Insolvenzmasse freigegeben, sodass sie ihre Tätigkeit in den sozialen Netzwerken fortsetzen darf.