Seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 hat sich der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen spürbar verändert. Besonders betroffen sind Berufe, in denen Aufgaben durch generative KI erledigt werden können.
Die US-Statistikbehörde Census Bureau hat nun Daten von rund 6,7 Millionen Bachelor-Absolventen ausgewertet. Das entspricht etwa 29 Prozent aller Abschlüsse zwischen 2016 und 2024.
Das Ergebnis ist eindeutig, wie t3n unter Berufung auf Golem berichtet: Absolventen in von KI stark betroffenen Fächern starten mit einem um 13 Prozent geringeren Lohn ins Berufsleben als ihre Vorgänger. Dazu zählen Informatik, Mathematik und Statistik.
Die Verschlechterung der Einstiegschancen sei laut der US-Behörde vergleichbar mit einer schweren Wirtschaftskrise. Zudem waren die betroffenen Absolventen um rund fünf Prozentpunkte weniger beschäftigt als frühere Jahrgänge.
Die Hälfte des festgestellten Lohnverlusts entsteht, weil viele Absolventen in schlechter bezahlte Branchen wie Einzelhandel und Gastronomie wechseln. Durch Jobwechsel schrumpft der Abstand zwar nach einigen Jahren von 13 auf fünf Prozent - ganz verschwinden tut er aber nicht.
Auf der anderen Seite seien die Jobchancen im Handwerk und in anderen nicht akademischen Berufen nach wie vor gut. Dort wächst der Fachkräftemangel weiter.