Nach dem Tod von König Harald V. hat sich das Leben von Ingrid Alexandra, 22, grundlegend verändert.
Die junge Norwegerin ist nun Kronprinzessin und direkte Thronfolgerin ihres Vaters Haakon, was ihre bisherigen Zukunftspläne auf den Kopf stellt.
Ingrid Alexandra studierte seit dem Vorjahr International Relations und Political Economy an einer Universität in Sydney. Ursprünglich plante sie, nach einem kurzen Aufenthalt in Oslo, wo sie ihre Mutter Mette-Marit während einer Lungentransplantation unterstützte, wieder nach Australien zurückzukehren.
Wie "l'essentiel" berichtet, ist eine Rückkehr nach Australien nun aber ausgeschlossen. Bereits wenige Stunden nach dem Tod ihres Großvaters musste Ingrid Alexandra erste Termine als Kronprinzessin wahrnehmen.
Am Dienstag war die 22-Jährige bei der Vereidigung ihres Vaters, König Haakon VIII., vor dem norwegischen Parlament anwesend. Im Anschluss unterzeichnete sie im Königlichen Palast ihren eigenen Eid auf die Verfassung – ein Schritt, der sie künftig zur offiziellen Stellvertreterin des Königs macht.
Der Eid ist in Paragraf 44 der norwegischen Verfassung geregelt. Anders als der König legte Ingrid Alexandra den Eid schriftlich ab. Die unterzeichnete Erklärung wurde dem Parlamentspräsidenten übergeben.
Auch am Freitag begleitete sie ihren Vater bei mehreren offiziellen Terminen im Königlichen Palast, darunter einem Staatsrat und mehreren Kondolenz-Audienzen. Wie es mit ihrem Studium weitergeht, ist derzeit offen. Möglich ist, dass sie ganz nach Oslo wechselt oder ihre akademische Laufbahn für die Krone beendet.