Inhaftierter 21-Jähriger flüchtet bei Überstellung

Polizei-Beamte bringen Verdächtige in den Arrestwagen.
Polizei-Beamte bringen Verdächtige in den Arrestwagen.Bild: Leserreporter/Symbolbild
Innerhalb weniger Stunden ist es in Wien zu drei Widerständen gegen die Staatsgewalt gekommen. In einem Fall konnte ein Inhaftierter flüchten.
Am Mittwoch um 19:30 Uhr sollte ein wegen Suchtgifthandels in der Polizeiinspektion Leopoldsgasse inhaftierter 21-jähriger algerischer Asylwerber in eine Justizanstalt überstellt werden. Als er von Beamten von seiner Zelle zum Arrestantenwagen begleitet wurde, versetzte er einem Polizisten plötzlich einen heftigen Stoß.

Der Beamte kam zu Sturz, der 21-Jährige ergriff die Flucht. Eine Sofortfahndung verlief ergebnislos. Gegen den Tatverdächtigen wurde eine Festnahmeanordnung erlassen. Der Beamte wurde leicht verletzt.



Faustschlag ins Gesicht

40 Minuten später: Ein 25-jähriger afghanischer Asylwerber wurde am Praterstern wegen der Missachtung des dort geltenden Alkoholverbots angesprochen. Da er sich nicht ausweisen konnte, wurde er aufgefordert, die Beamten zur Identitätsfeststellung in die Polizeiinspektion Lassallestraße zu begleiten.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auf dem Weg dorthin attackierte er plötzlich einen Polizisten und versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht, wodurch der leicht verletzt wurde. Dennoch konnte der Mann überwältigt und festgenommen werden. Bei der Personsdursuchung wurde auch eine geringe Menge Suchtgift sichergestellt.



Taxifahrer geprellt

Am Donnerstag um kurz nach 1 Uhr wurden Beamte der Polizeiinspektion Storchengasse zu einem Einsatz auf den Mariahilfer Gürtel geschickt, weil ein 35-jähriger Österreicher mit einem 40-jährigen Taxifahrer bezüglich des Fuhrlohns in Streit geraten war. Im Zuge des Streits schlug der Fahrgast dem Taxifahrer mit der Faust ins Gesicht, woraufhin der Taxifahrer Pfefferspray gegen ihn einsetzte. Die Beamten verständigten daraufhin die Rettung, da der 35-Jährige durch den Pfefferspray beeinträchtigt worden war.

Der 35-Jährige lehnte jedoch jegliche medizinische Behandlung ab und verhielt sich während der gesamten Amtshandlung – auch gegenüber den Polizisten – äußert aggressiv. Als er ausholte, um einen Polizisten mit einem Schlag zu attackieren, dem der Beamte ausweichen konnte, wurde er festgenommen und wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, Betrugs und Körperverletzung angezeigt. (rfi)

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