Oberösterreich

Initiative fordert mehr Schutz für Pöstlingberg

Am Linzer Pöstlingberg hat sich nun eine Bürgerinitiative gegründet, die die zunehmende Bebauung des Gebiets um das Wahrzeichen verhindern will. 
21.06.2020, 17:22

Der Pöstlingberg ist DAS Wahrzeichen von Linz. Die beiden Kirchen-Türme dürfen auf keiner Ansichtskarte aus der Landeshauptstadt fehlen. Dass in diesem Gebiet auch der Wohnraum sehr beliebt ist, zeigen die stetig neuen Bauprojekte entlang der Hohen Straße zum Pöstlingberg.

Immer mehr Wohnprojekte ragen in die Höhe. Doch davon haben die Anrainer nun genug. Bewohner der Gemeinden Gramastetten, Linz und Puchenau haben sich nun zusammengeschlossen und die Bürger-Initiative "Pro Pöstlingberg" gegründet.   "Verbauen wir uns nicht weiter die Zukunft" – unter diesem Motto starteten sie am 12. April eine Unterschriftenaktion. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In ihrer Online-Petition fordert die Bürgerinitiative vor allem ein Raumplanungskonzept, das von allen Pöstlingberg-Gemeinden unter Einbeziehung der Anwohner ausgearbeitet wird. "Der Pöstlingberg ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt sondern auch Naherholungsoase. Und das soll er auch bleiben", mahnt Hans Schieszl, Vertreter für Gramastetten, im Gespräch mit "Heute". 

Die Verkehrssituation sei schon jetzt kaum zumutbar für die Anrainer. Wie Schieszl betont, würden es an manchen Tagen in den Stoßzeiten von der Rudolfstraße bis hinauf zum Tierpark stauen. Deshalb setzt sich die Initative auch für kürzere Intervalle der Pöstlingbergbahn sowie des Busverkehrs ein. Und das ganzjährig. 

Einige Autofahrer verwechseln die Hohe Straße laut Schieszl oft mit einer "Rennstrecke." Deshalb hofft "Pro Pöstlingberg", dass die Einhaltung der Geschwindigkeitbegrenzung künftig stärker überwacht wird. 

"Immer mehr Grünflächen und Baumbestand verschwinden. Wir verfolgen die Bebauung am Pöstlinberg in den letzten zehn Jahren mit großer Sorge. Sie hat weitrechende Folgen auf das Leben am Berg", spricht Schieszl im Namen seiner Mitstreiter. 

Alle drei Bürgermeister an einen Tisch

Ziel ist es nun, die Bürgermeister der drei Gemeinden an einen Tisch zu bekommen und gemeinsam mit den Arainern die künfitge Vorgehensweise zu besprechen. "Wir vermissen ein gemeindeübergereifendes Raumplanungskonzept. Es gibt klare Richtlinien was Bauland und was Grünland ist. Daher empört es uns, wenn gültige Bebauungspläne auf Wunsch von Investoren plötzlich abgeändert werden", so Schieszl. 

Der Vertreter für die Gemeinde Gramastetten betont aber auch: "Wir wollen keine Projekt verhindern, aber mehr Transparenz und ein Mitspracherecht."

Knapp 1.000 Unterstützer haben bei der Online Petition schon unterschrieben. Noch einmal soviel sind das vorläufige Ziel der Initiative. "Wir sind vor etwas mehr als zwei Monaten gestartetet und haben gar nicht mit so viel gerechnet", sagt Schieszl.

Wenn auch Sie sich für die Initiative einsetzen wollen, können Sie hier untschreiben.

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen