Paukenschlag in der 2. Liga! Wacker Innsbruck (4.) trat die Reise zum für Dienstag geplanten Match gegen Schlusslicht Kapfenberg (16.) nicht an. Grund: Bei den Steirern wurden drei Akteure positiv auf das Coronavirus getestet. "In Anbetracht der Lage eine unsichere Situation für uns Spieler", meinte Kapitän Lukas Hupfauf laut "Tiroler Tageszeitung".
Trainer Thomas Grumser akzeptiert die Entscheidung: "Ich richte mich nach den Spielern. Wenn sie sich verständlicherweise nicht sicher fühlen, kann ich das verstehen."
Die Kapfenberger führen im Laufe des Tages weitere Corona-Tests durch. "Wenn der Dienstag-Termin bestätigt wird, wir nicht antreten, dann ist ein 3:0 für Kapfenberg eben die logische Konsequenz", weiß Wackers sportlicher Leiter Alfred Hörtnagl bewusst.
Update:
Am Montag-Nachmittag teilte die Liga mit, dass die Partie – auf Wunsch beider Klubs – erneut verschoben wird. Begründet wird es damit, dass die Testergebnisse erst am Dienstag-Vormittag vorliegen. Innsbruck ist es daher nicht möglich, rechtzeitig anzureisen. Das Match wird nun am 14. Juli ausgetragen.
Die Fußball-Bundesliga leitete zudem ein Verfahren gegen Kapfenberg ein. Die Klubs haben sich im Rahmen des Präventionskonzepts freiwillig verpflichtet, wöchentliche PCR-Tests durchzuführen. Es bestehe "der Verdacht, dass in der letzten Woche einmalig nicht alle Personen vollumfänglich getestet wurden."