Insgesamt weniger Autos in Mariahilf und Neubau

Die Verkehrszählung in Sachen Mariahilfer Straße ist abgeschlossen. Demnach sind seit der Verkehrsberuhigung im August nicht nur auf der Einkaufsmeile selbst, sondern auch in den Bezirken Mariahilf und Neubau insgesamt weniger Autos unterwegs. In einigen Straßen gibt es aber signifikante Zuwächse.

Die Grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat das Ergebnis der Verkehrszählung am Mittwoch präsentiert. Demnach beträgt die Gesamt-Abnahme zwischen Juni und Oktober 13.509 Kraftfahrzeuge pro Tag - wobei in den Spitzenzeiten am Vormittag bzw. am Nachmittag und Abend gezählt wurde. Reduziert wurde vor allem der Durchzugsverkehr. Für Bereiche, die mit einer Verkehrszunahme zu kämpfen haben, sollen Maßnahmen erarbeitet werden.

Weniger Durchzugsverkehr

Gezählt wurde an jenen Punkten, an denen eine Änderung der Verkehrsströme erwartet wurde. Signifikant fiel die Abnahme bei den Durchzugsrouten aus, jedenfalls in der Gesamtbetrachtung. Das liegt aber nicht zuletzt daran, dass der Autoverkehr von der Mariahilfer Straße fast völlig verbannt wurde.

Starker Rückgang

So betrug etwa der Rückgang im Bereich Zieglergasse 3.818 Kfz. Bevor die Mariahilfer Straße Fußgänger- bzw. Begegnungszone wurde, waren dort am betreffenden Zähltag in den genannten Spitzenzeiten 4.623 Fahrzeuge unterwegs. Die Abnahme in der "Mahü" betrug laut Vassilakou insgesamt rund 83 Prozent.

Teilweise Zunahme

Der Verkehr hat sich nicht zur Gänze in die großen Durchzugsstraßen verlagert - ein Teil aber schon, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt: In der oberen Gumpendorfer Straße gab es etwa bis Oktober eine Zunahme von 1.113 Fahrzeugen (Ausgangswert 3.742). Das Aufkommen soll zuletzt aber wieder rückläufig gewesen sein.Abgenommen hat der Verkehr in der Burggasse sowie in Quergassen wie der Ziegler- und der Schottenfeldgasse.

Fettes Plus in Stoll- und Hugo-Wolf-Gasse

Mitunter wurden aber auch sehr deutliche Mehrbelastungen registriert, etwa in der Stollgasse in Neubau oder in der Hugo-Wolf-Gasse in Mariahilf. Letztere war vor der "Mahü"-Neuorganisation von gerade einmal 286 Autos frequentiert worden. Am Oktober-Zähltag waren es rund 1.000 Gefährte mehr. "Wir schauen uns das genau an", versprach Vassilakou. Vermutet wird, dass vor allem Fehlfahrten verirrter Autofahrer für die Zunahme verantwortlich sind.

Hotspots werden erleichtert

In diesen besonders betroffenen Hotspots könnte es - in Zusammenarbeit mit der Bezirken - Maßnahmen geben, um den Verkehrsstrom wieder einzudämmen. Sie könnten laut Vassilakou von neuen Ampelschaltungen, baulichen Maßnahmen bis hin zu einer Änderung bei den Einbahnregelungen reichen.

Radarboxen für Tempo 30

"Insgesamt hat die Zahl der Autofahrten im 6. und 7. Bezirk stark abgenommen", freut sich die Grün-Politikerin. Die gewünschte Verkehrsberuhigung sei erreicht worden. Ein Ziel wurde hingegen vorerst eher verfehlt - nämlich, dass sich die Autofahrer an Tempo 30 in den Durchzugsstraßen halten. Das tun viele noch nicht. Vassilakou will jetzt vermehrt Radarboxen aufstellen.

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