Die Insolvenzen haben in Österreich wieder zugenommen. Im ersten Quartal dieses Jahres meldeten nach Angaben des Gläubigerschutzverbands KSV1870 insgesamt 1.279 Unternehmen Insolvenz an. Das sind um ein Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019 und um 22 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Bis Jahresende rechnet der Verband mit bis zu 5.500 Firmenpleiten. "Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vorjahres haben sich zu Jahresbeginn fortgesetzt, weshalb der Trend vergangener Monate anhält", sagte Karl-Heinz Götze vom KSV1870.
Die meisten Insolvenzen gab es in der Bauwirtschaft (274 Fälle), gefolgt vom Bereich Kfz-Handel und -Reparatur (217 Fälle) und Tourismus/Gastronomie (181 Fälle).
Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der betroffenen Mitarbeiter. 4.200 bedeuten ein Plus von 45 Prozent.