Politik

Integration soll künftig früher beginnen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:52

Geht es nach dem Willen der ÖVP, so sollen Integrationswillige künftig viel früher informiert werden. Vizekanzler Michael Spindelegger und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz stellten am Montag eine neue Erst-Informationsstelle für Zuwanderer vor.

Die so genannten "Österreich-Zentren" sollen Neuankömmlingen eine möglichst gute Übersicht über das Leben hier im Lande und Hilfestellung auf den verschiedensten Gebieten liefern. Das erste solche Zentrum hat in Wien-Landstraße bereits eröffnet, noch im Sommer folgen weitere Standorte in Linz, Graz, Salzburg und Innsbruck. Verpflichtend ist die Beratung nicht, auf sie hingewiesen wird, wenn der potenzielle Zuwanderer seine entsprechenden Unterlagen an den österreichischen Vertretungsbehörden im Herkunftsland abgibt.

"Wertefiebel" für Neuankömmlinge

Entscheidet sich der Neuankömmling dafür, sich an ein "Österreich-Zentrum" zu wenden, soll ihm dort laut Kurz neben der Wertefibel "Zusammenleben in Österreich" und dem allgemeinen Info-Heft "Willkommen in Österreich" ein maßgeschneidertes Informationsangebot für seine Bedürfnisse geboten werden, egal ob das nun Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung oder Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse angeht. Zudem sollen gewisse Integrationsziele festgelegt werden, deren Erfüllung bei Follow up-Besuchen nach drei und zwölf Monaten überprüft werden kann.

Dabei geht für den ÖVP-Chef vom Rechtsstaat über persönliche Freiheiten bis zur Demokratie. Es sei hier "kein Kaiser und kein Fürst, aber eben auch kein Emir oder Scheich".

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