Integrationsministerin kündigt neue Anlaufstellen an

"Bei der 1. Österreichische Integrationskonferenz steht die Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt", so Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) 
"Bei der 1. Österreichische Integrationskonferenz steht die Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt", so Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) MICHAEL GRUBER / APA / picturedesk.com
Integrationsministerin Susanne Raab wird am Dienstag ein Maßnahmenpaket präsentieren, das patriarchale Strukturen und Ehrkulturen bekämpfen soll.

Am Dienstag findet in Wien die 1. Österreichische Integrationskonferenz statt, im Rahmen derer neben Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) auch Integrationsexperten und internationale Top-Speaker zu Wort kommen werden. Am Nachmittag gibt es dann verschiedene Panels zu Themen wie Gesellschaftliche Partizipation von Frauen oder Gewalt an Frauen im Kontext von Integration.

Maßnahmenpaket

Das Kabinett der Bundesministerin schickte "Heute" vorab einige Eckpunkte ihrer Rede. Dabei wird sie auch ein Maßnahmenpaket ankündigen. Dieses sieht allen voran den Ausbau der Beratungsmaßnahmen für Frauen mit Migrationshintergrund in den Integrationszentren des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) vor. Darüber hinaus wird es eine Schulbesuchsoffensive von sogenannten "Integrationsbotschafterinnen" zu Themen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung geben.

In Innsbruck wird eine Anlaufstelle für von Zwangsehe betroffene oder bedrohte Mädchen und Frauen geschaffen, bundesweit wird eine Koordinierungsstelle etabliert, die als zentrale Anlaufstelle für von weiblicher Genitalverstümmelung betroffene dient. Für Burschen und junge Männer "aus ehrkulturellen Milieus" wird es Österreichweite Präventions-Workshops geben.

Patriarchale Strukturen und Ehrkulturen

"Bei der 1. Österreichische Integrationskonferenz steht die Stärkung von Frauen mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt. Dabei müssen wir konsequent gegen patriarchale Strukturen und Ehrkulturen ankämpfen, denn die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Mädchen ist in Österreich ein hart erkämpftes Gut. Wir dürfen hier keinen Millimeter zurückweichen", so Integrationsministerin Susanne Raab.

Ahmad Mansour, die als Speakerin auftreten wird, sagt: "Eine erfolgreiche Integration von Frauen bedeutet Emanzipation. Damit haben Frauen in Europa zu gewinnen. Für Männer bedeutet Integration den Verlust von patriarchalen Machtstrukturen. Deswegen wehren sie sich gegen Integration."

Zana Ramadani fügt dem hinzu: "Wer für Frauenrechte, Integration und ein gemeinsames Österreich eintritt, egal, ob Frau oder Mann, muss sich auch gegen jede Form von kulturell bedingte Gewalt und Unterdrückung von Frauen und Mädchen einsetzen."

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