Jener 21-jährige Deutsche, der wegen der Misshandlung eines Hundewelpen zur Zielscheibe eines Internet-Shitstorms wurde, stand am Donnerstag wegen Tierquälerei vor Gericht. Die Verhandlung musste allerdings abgebrochen werden, weil der Angeklagte beim Anblick der von ihm selbst gefilmten Tat einen Nervenzusammenbruch erlitt.
Jener 21-jährige Deutsche, der wegen der Misshandlung eines Hundewelpen zur wurde, stand am Donnerstag wegen Tierquälerei vor Gericht. Die Verhandlung musste allerdings abgebrochen werden, weil der Angeklagte beim Anblick der von ihm selbst gefilmten Tat einen Nervenzusammenbruch erlitt.
Der 21-Jährige hatte es im März des vergangenen Jahres wegen einer selbst gefilmten Tierquälerei zu trauriger Internet-Bekanntheit gebracht. Er hatte das Video, in dem er einen Hundewelpen misshandelt seiner Ex-Freundin per WhatsApp zukommen lassen.
Kurze Zeit später kursierte es auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und brachte dem Deutschen eine Welle blanken Hasses ein. Tausende Internet-Nutzer bedrohten den 21-Jährigen, dessen voller Name und Adresse von der schäumenden Meute online veröffentlicht wurden, mit dem Tod.
Anblick der eigenen Tat war zuviel
Am Donnerstag musste sich der junge Mann vor Gericht wegen Tierquälerei verantworten. Als Teil der Beweisführung wurde das einst von ihm selbst aufgezeichnete Video von der Tat im Gerichtssaal vorgeführt. Wie ein Gerichtssprecher lokalen Medien berichtete, habe der Angeklagte das Video nicht sehen wollen und versucht, sich Augen und Ohren zuzuhalten. Kurze Zeit später sei er kollabiert.
Prozessunterbrechung
Die Verhandlung wurde daraufhin unterbrochen. Bis zu seinem Zusammenbruch sei der 21-Jährige großteils geständig gewesen. Wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Zudem ist er darüber hinaus auch wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.
Nach der Genesung von seinem Zusammenbruch soll er vorerst in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden.