Invasion "gigantischer" Kakerlaken in Neapel

Bild: Reuters

Nach dem Müll kämpft Neapel jetzt gegen eine Kakerlaken-Plage. Diese sei vor allem auf die ungewöhnliche Hitze und Müll zurückzuführen, der über Nacht draußen stehe, erklärte der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Maurizio Scoppa, am Dienstag.

Zudem habe die Stadt nicht genügend Personal für regelmäßige Inspektionen der Kanalisation. Kammerjäger seien allerdings rund um die Uhr im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung der bis zu sieben Zentimeter langen Kakerlaken zu verhindern.

Die Zeitung La Repubblica schrieb bereits von einer "Invasion gigantischer Kakerlaken", Gesundheitsexperten warnten vor der Gefahr von Krankheiten wie Typhus und Hepatitis A.

Müllproblem noch immer nicht gelöst

Eine Stadtsprecherin wies dies vehement zurück: "Es gibt kein Gesundheitsrisiko, es gibt keine Notsituation", erklärte Maria Bonacci. Das "Phänomen" betreffe überdies nur bestimmte Gegenden. Auch sei es übertrieben, von einer "Invasion" von Kakerlaken zu sprechen, erklärte Bonacci, räumte aber ein, dass die Zahl des Ungeziefers in diesem Sommer höher als in früheren Jahren sei.

Die Kakerlaken-Plage hat die seit Jahren anhaltende Diskussion über die Müllkrise in der italienischen Hafenstadt wieder angefacht. Die Stadt bekommt ihre Mistentsorgung seit Jahren nicht richtig in den Griff, das Geschäft ist zudem eine wichtige Einnahmequellen der Mafia. Immer wieder hatten sich in der Stadt übelriechende Müllberge aufgetürmt, so dass zeitweise sogar die Armee ausrücken musste, um der Situation Herr zu werden.

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