Wirtschaft

Investoren wollen Republik Casinos wegschnappen

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:01

ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling will die Casinos Austria zur Gänze übernehmen. Ein Drittel befindet sich bereits in Staatsbesitz, die übrigen zwei Drittel will Schelling auch noch in die Staatsholding ÖBIB einbringen. Jetzt tritt aber ein Investorengrüppchen auf den Plan und bietet mit.

Eine österreichisch-tschechische Investorengruppe ist laut "Presse" an dem 67-Prozent-Anteil interessiert. Sie besteht aus dem Wiener Finanzinvestor Peter Goldscheider, seinem Sohn Daniel und den beiden tschechischen Milliardären Jiri Smejc und Karel Komarek.

Daniel Goldscheider hatte sich schon 2011 für die österreichische Lotterielizenz beworben, aber den Kürzeren gezogen. Sein SMS-Spiel "Lottelo" wertete die Behörde als illegales Glücksspiel. Jiri Smejc ist einer der reichsten Tschechen, ihm gehören zwei Drittel des griechischen Lotterie- und Sportwettenkonzerns OPAP. Karel Komarek ist in der tschechischen Lotteriegesellschaft Sazka engagiert.

Derzeit gehören die zwei Drittel der Casinos Austria, die nicht im Eigentum der Republik stehen, Raiffeisen, der Privatstiftung von Maria Theresia Bablik und der Privatbank Schelhammer & Schattera. Zusammen sind diese Anteile knapp 450 Mio. Euro wert.

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