Österreich

Iraker soll Polizisten an den IS verraten haben

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:38

Ein 28-Jähriger ist am Dienstag in Graz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Iraker soll Polizisten an den "Islamischen Staat" verraten haben.

Ein Iraker soll als eine Art Geheimagent Informationen an die Terror-Organisation IS (Islamischen Staat) weitergegeben haben. Weiters soll er die Vereinigung finanziell unterstützt haben. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe vor Gericht, wurde jedoch von Zeugen belastet. Der Iraker soll Leute erpresst und verraten haben. "Er hat Polizisten im Irak verraten. Die wurden alle vom IS verschleppt und umgebracht", sagte ein Zeuge laut orf.at vor dem Schöffengericht aus.

Zeugen hatten Angst auszusagen



Beim Prozessauftakt Mitte Oktober erklärte der Richter, dass es sich um einen "hochbrisanten" Prozess handelt. Kaum ein Zeuge hätte freiwillig aussagen wollen. Grund: Angst um die eigene Sicherheit und die Sicherheit von Angehörigen. Manche Zeugen seien laut dem Richter "plötzlich erblindet" und konnten deshalb nicht zum Prozess kommen. Der Iraker wurde schließlich zu sieben Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist nicht rechtskräftig. (adu)

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Weitere Storys