Bei ihrem Vorstoß auf die irakische IS-Hochburg Mossul haben irakischen Soldaten ein Massengrab mit rund 100 enthaupteten Leichen entdeckt. Es dürfte sich um Opfer eines Massakers der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) handeln.
Bei ihrem Vorstoß auf die irakische IS-Hochburg Mossul haben irakischen Soldaten ein Massengrab mit rund 100 enthaupteten Leichen entdeckt. Es dürfte sich um Opfer eines Massakers handeln.
Die Ortschaft Hammam al-Alil, in der das Massengrab gefunden wurde, liegt etwa 15 Kilometer südöstlich der IS-Hochburg Mossul und wurde am Wochenende durch die irakische Armee befreit. Wie AFP-Reporter berichteten, rückten die irakischen Einheiten der Polizei, die Armee und Eliteeinheiten des Innenministeriums von Osten her in den Ort ein.
Dort machten sie eine grausige Entdeckung. In einem Massengrab lagen rund 100 Leichen verscharrt, alle waren enthauptet. Schon zuvor waren in vom IS befreiten Gebieten Massengräber entdeckt worden. Vielerorts hatten die fanatischen Dschihadisten auch Frauen und Kinder ermordet.
Offensive gegen IS-Hochburg
Seit drei Wochen rücken die irakische Armee und kurdische Peschmerga sowie schiitische Milizen auf Mossul vor. Es ist die letzte Großstadt im Irak, die noch unter der Kontrolle des "Islamischen Staates" steht. Aufgrund der Kämpfe sind rund 34.000 Menschen auf der Flucht. Vor wenigen Tagen sind irakische Streitkräfte erstmals in Vororte von Mossul eingedrungen. Alle Beteiligten rechnen mit langwierigen und erbitterten Kämpfen im Stadtgebiet.