Der Iran hat die USA erneut eindringlich vor einem Militärschlag gegen Syrien gewarnt. Ein militärisches Vorgehen gegen den iranischen Verbündeten werde "Reaktionen jenseits des Landes provozieren", sagte der Kommandant der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Ali Jafari, am Samstag. Währenddessen rüstet sich die syrisches Bevölkerung für den Ernstfall, schaffen Medikamente und Dokumente auf die Seite, falls Angriffe kommen.
Der Iran hat die USA erneut eindringlich vor einem Militärschlag gegen Syrien gewarnt. Ein militärisches Vorgehen gegen den iranischen Verbündeten werde "Reaktionen jenseits des Landes provozieren", sagte der Kommandant der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Ali Jafari, am Samstag. Währenddessen rüstet sich die syrisches Bevölkerung für den Ernstfall, schaffen Medikamente und Dokumente auf die Seite, falls Angriffe kommen.
"Wenn die Amerikaner glauben, dass die Militärintervention auf das Gebiet innerhalb der syrischen Grenze begrenzt bleibt, ist das eine Illusion", droht Ali Jafari.
Auch Verbündete der USA nicht sicher
Der Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Jafari richtete auch eine Warnung an Verbündete der USA, die sich an einem Militäreinsatz beteiligen. Dies werde "die nationale Sicherheit dieser Länder beeinträchtigen". Der Kommandant wiederholte auch die bereits vor wenigen Tagen ausgesprochene Drohung gegen Israel.
Ärzte proben den Ernstfall
In Syrien bereitet sich die Bevölkerung auf einen Militärschlag vor. In den Vororten von Damaskus üben Ärzte mit ihren Teams den Ernstfall. Sie versuchen zudem, sich von Hilfsorganisationen geschickte Medikamente und Sauerstoffflaschen zu sichern, um Giftgas-Opfer zu behandeln. "Wir fürchten einen weiteren Chemiewaffen-Angriff als eine Art Rache auf einen Militärschlag des Auslands", sagte Abu Akram, Arzt in einem von Rebellen kontrollierten Vorort der Hauptstadt, am Samstag. Schon seit Tagen decken sich viele Einwohner von Damaskus mit dem Nötigsten ein, weil sie Versorgungsengpässe fürchten, oder sie versuchen, sich an militärisch weniger sensiblen Orten in Sicherheit zu bringen.
Syrer bringen Dokumente in Sicherheit
Ein Mann in Damaskus versuchte, seine wichtigen persönlichen Dinge wie Pässe oder andere Dokumente in Sicherheit zu bringen. Mit einer prall mit Unterlagen gefüllten Tasche in der Hand sagte er, er wisse nicht, wo er diese verstecken solle. "Im Haus meiner Eltern, bei meinen Schwiegereltern, im Büro? Ich weiß nicht, wo es sicherer ist."
Bereits 100.000 tot
Die syrische Bevölkerung lebt seit Monaten in Angst vor Angriffen und Bombenanschlägen. In dem Bürgerkrieg sind bereits mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff am 21. August mit nach US-Geheimdienstangaben mehr als 1.400 Toten erwägen die USA nun einen Militärschlag. Ein Zeitplan dafür ist nicht bekannt. könnte es allerdings bald ernst werden.
Chemiewaffenexperten zurück in Europa
Die Chemiewaffenexperten kamen nach Abschluss ihrer Untersuchungen am Samstag im niederländischen Rotterdam an, wie ein Vertreter des dortigen Flughafens bestätigte. Die Inspektoren würden die von ihnen mitgebrachten Proben an verschiedene Laboratorien zur Untersuchung übergeben, erklärte die in Den Haag ansässige Organisation zum Verbot chemischer Waffen. Die Experten waren in der Früh von Syrien in den Libanon gereist und flogen von dort weiter in die Niederlande.
APA/red.