Iran lässt keine US-Amerikaner mehr ins Land

Nachdem US-Präsident Donald Trump per Dekret ein Einreiseverbot für Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern verabschiedet hat, reagiert Teheran mit einem Gegenverbot. Der Iran will bis auf weiteres keine US-Amerikaner mehr ins Land lassen.

Mit seinem Einreiseverbot für Menschen aus muslimischen Ländern sorgt Donald Trump gleich zu Beginn seiner Amtszeit international für Missstimmung. Auch Personen, die eine offizielle Einreisebewilligung - eine sogenannte "Green Card" - haben, wurden am Samstag bereits laut ersten Berichten an US-Flughafen gestoppt. Davon betroffen sind auch rund 300 Iraner, die nun in Österreich gestrandet sind, obwohl sie Christen und keine Muslime sind.

Teheran hat auf das Einreiseverbot verstimmt reagiert. Als Reaktion darauf hat die iranische Regierung ein Einreiseverbot für US-Bürger verhängt. Auch die Türkei - die nicht vom Einreisestopp betroffen ist - kritisierte die Anordnung des neuen US-Präsidenten. "Wir können das Flüchtlingsproblem nicht lösen, indem wir Mauern errichten", sagte der türkische Regierungschef Binali Yildirim in Ankara. Mit dem Einreiseverbot hat Trump gleichzeitig auch das UN-Flüchtlingshilfsprogramm für 120 Tage ausgesetzt.

Google ruft Angestellte in USA zurück

Der Technologiekonzern Google hat auf das Dekret reagiert und eilig seine muslimischen Mitarbeiter in die USA zurückberufen. Das Unternehmen befürchtet, dass dies ansonsten bald nicht mehr möglich sein werde. 

Bis zu 100 Google-Mitarbeiter aus mehrheitlich muslimischen Ländern, die sich aus privaten oder beruflichen Gründen außerhalb der USA aufhalten, könnten von dem Einreise-Stopp betroffen sein, berichtet "Bloomberg".

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigte sich in einer Stellungnahme "besorgt" über die Maßnahme von US-Präsident Trump.

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