Iran plant Anschläge in Deutschland

Bild: Ramstein
Im Falle eines US-Angriffs plant der Iran einem Medienbericht zufolge Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland.
Im Falle eines US-Angriffs plant der Iran einem Medienbericht zufolge Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland.

So sollten Nachschub und Logistik der Amerikaner für das militärische Vorgehen gegen den Iran blockiert werden, berichtete die "Bild"-Zeitung am Donnerstag. Die Bundesanwaltschaft ermittle in diesem Zusammenhang wegen des Verdachtes der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der konspirativen Kontakt mit der iranischen Botschaft in Berlin gepflegt haben solle.

Am 2. November sei dazu eine Hausdurchsuchung angeordnet worden.

Ramstein und Landstuhl als Ziele?

Die USA betreiben in Ramstein in der Pfalz einen ihrer größten Militärstützpunkte weltweit, über den wesentliche Teile des Nachschubs und der Logistik für die Kriege in Afghanistan und im Irak abgewickelt werden. In einem großen Lazarett im nahe gelegenen Landstuhl werden verwundete Soldaten aus den Einsatzgebieten versorgt. Beide Einrichtungen sind schwer gesichert.

Barak: Im Notfall Krieg

In den letzten Wochen hatte Säbelrasseln zwischen Iran und Israel für Unruhe gesorgt. Sollte es zu einem Krieg kommen, würden die USA wohl auf der Seite Israels kämpfen. Israel legt es nach Worten seines Verteidigungsminister Ehud Barak nicht auf einen Krieg mit dem Iran an, würde aber im Notfall auch nicht davor zurückschrecken. Wenn Israel wegen des iranischen Atomprogramms "in die Enge getrieben" werde, bleibe keine andere Wahl, als zu handeln, sagte Barak im israelischen Radio. "Kriege sind kein Picknick, und wir wollen keinen Krieg", betonte der Minister. Ein Angriff auf die Atomanlagen des Iran komme immer nur als letzte Möglichkeit in Betracht.

Bei der Frage eines Militärschlags gegen den Iran ist die jüdische Bevölkerung Israels gespalten: 43 Prozent sagten, sie würden ein solches Vorgehen unterstützen, 41 Prozent lehnten dies ab. In der in Israel lebenden arabischen Minderheit waren 68 Prozent gegen und nur 4 Prozent für die militärische Option, berichtete die israelische Zeitung "Jediot Achronot".
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