Krieg im Nahen Osten

Iran schließt Straße von Hormus – USA starten Angriff

Der Iran hat die Sperrung der wichtigen Straße von Hormus angekündigt und Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert. Die USA starten neue Angriffe.
André Wilding
12.07.2026, 07:30
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die iranischen Revolutionsgarden haben am Sonntag die Sperrung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus verkündet. Dies gelte "bis auf Weiteres", meldeten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Zuvor hätten sie Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine "nicht genehmigte Route" befahren habe. Das US-Militär startete daraufhin neue Angriffe auf den Iran.

Das Schiff sei von Warnschüssen getroffen und angehalten worden, erklärten die Revolutionsgarden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das Schiff habe wiederholt Anweisungen zur Nutzung eines genehmigten Schifffahrtskorridors ignoriert.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Keinem Schiff wird Durchfahrt gestattet"

Nach diesem Vorfall werde die Straße von Hormus "bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt, keinem Schiff wird die Durchfahrt gestattet", erklärten die Revolutionsgarden. Sie drohten zudem mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Golfregion.

Das US-Militär erklärte hingegen, die iranischen Revolutionsgarden hätten ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus angegriffen. Ein Besatzungsmitglied werde vermisst, teilte das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom mit. Das Schiff könne seine Fahrt durch ein Feuer und Schäden am Maschinenraum nicht fortsetzen.

Neue Angriffe gestartet

Als Reaktion habe das US-Militär neue Angriffe auf den Iran gestartet - die dritte Runde in dieser Woche, erklärte Centcom weiter. Die Angriffe seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump erfolgt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte, "der Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen".

Nach der Vereinbarung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat hatte vorübergehend relative Ruhe in der Region geherrscht. In der Nacht zum Mittwoch aber begannen die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran, US-Präsident Trump erklärte die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause für beendet. Auslöser waren Angriffe auf Schiffe, die Washington Teheran zuschreibt. Die Streitkräfte des Iran griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in der Region an.

Frist gesetzt

Die US-Nachrichtenportale Axios und Politico hatten berichtet, Washington habe Teheran eine Frist bis zum Samstag gesetzt, um öffentlich ein Ende der Attacken in der Meerenge zu erklären und zuzusichern, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geöffnet sei.

Am Samstag noch empfing Omans Außenminister Badr al-Busaidi seinen iranischen Kollegen Abbas Araghtschi, um über die Straße von Hormus zu sprechen. Das iranische Staatsfernsehen meldete, beide hätten Meinungen über "geeignete Mechanismen zur Gewährleistung der sicheren Durchfahrt von Schiffen ausgetauscht". Der omanischen Nachrichtenagentur ONA zufolge vereinbarten beide Seiten, die Gespräche "auf technischer und politischer Ebene" fortzusetzen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 12.07.2026, 07:30
Jetzt E-Paper lesen