Iran soll heimlich an Atombombe basteln

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Israels Premierminister Benjamin NetanjahuBild: EPA
Israels Premier wirft Teheran einen Verstoß gegen das Atomabkommen vor. Es sollen "schlüssige Beweise" dafür vorliegen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu hat dem Iran vorgeworfen, weiter den Bau einer Atombombe anzustreben. Er präsentierte am Montag vor den Medien in Tel Aviv Dokumente und Bilder aus einem "geheimen Atomarchiv" in Teheran.

Israels Geheimdienst habe dieses aufgespürt. Laut Netanyahu beweisen die Unterlagen das "geheime" iranische Atomprogramm. Der Iran habe seine nuklearen Ambitionen nie aufgegeben.

"Sehr besorgt"

Damit verstoße das Land gegen das internationale Atomabkommen, sagte Netanyahu. Er ist seit jeher ein entschiedener Gegner des Abkommens, das derzeit von den USA auf den Prüfstand gestellt wird. Netanyahu zufolge versteckt die Führung in Teheran die Dokumente zu seinem Atomwaffenprogramm, um es zu geeigneter Zeit weiterbetreiben zu können.

Am Sonntag hatte Netanyahu mit dem neuen US-Außenminister Mike Pompeo über den Iran beraten. Im Anschluss hatte Pompeo erklärt: "Wir sind weiterhin sehr besorgt über die gefährliche Eskalation der Bedrohung Israels und der Region durch den Iran."

"Größete Bedrohung der Welt"

Netanyahu bezeichnete das iranische Atomprogramm als größte Bedrohung für die Welt, insbesondere für Israel und die USA. Er gilt als schärfster Kritiker der Vereinbarung und hat ebenfalls gefordert, sie entweder aufzukündigen oder nachzubessern. Der Iran lehnt dies jedoch ab.

In dem Abkommen hatte sich der Iran verpflichtet, bis mindestens 2025 wesentliche Teile ihres Atomprogramms drastisch zu beschränken – mit dem Ziel, dass das Land keine Atomwaffen entwickeln kann. Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben. Netanyahu wirft Teheran vor, heimlich weiter an einer Atombombe zu arbeiten.

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(red)

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