Todesurteile vollstreckt

An Protesten beteiligt – Zwei Hinrichtungen im Iran

Im Iran wurden zwei Männer wegen führender Rolle bei Protesten hingerichtet. Zahl der Exekutionen steigt laut Menschenrechtsorganisationen weiter.
Newsdesk Heute
16.06.2026, 15:50
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Im Iran sind am Dienstag zwei Männer hingerichtet worden, die eine führende Rolle bei den regierungskritischen Protesten im Jänner gespielt haben sollen. "Die Todesurteile gegen Dschawad Samani und Abolfasl Saedi, bewaffnete Anführer des Putschversuchs vom Jänner 2026, wurden vollstreckt", teilte die iranische Justiz am Dienstag auf ihrer Website Misan Online mit.

Laut Angaben der Justiz waren die beiden Männer wegen "Krieg gegen Gott" und "Verderbnis auf Erden" zum Tod verurteilt worden – auf beide Vergehen steht im Iran die Todesstrafe. Außerdem sollen sie öffentliches Eigentum zerstört haben, um sich dem "System der Islamischen Republik entgegenzustellen", heißt es weiter auf Misan.

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Zuletzt ist die Zahl der Hinrichtungen im Iran gestiegen. Unter den Verurteilten sind viele Menschen, denen die Justiz eine Beteiligung an den regierungskritischen Protesten Ende 2025 und Anfang 2026 vorgeworfen hat. Die Behörden im Iran bezeichnen die Demonstrationen immer wieder als "vom Ausland angezettelte Unruhen", vor allem von Israel und den USA, die laut Angaben am 28. Februar mit ihren Luftangriffen den Iran-Krieg ausgelöst haben.

Laut den Vereinten Nationen hat die iranische Justiz seit Jahresbeginn mindestens 40 Menschen hinrichten lassen, darunter 18 Demonstranten. Menschenrechtsorganisationen zufolge ist der Iran weltweit das Land mit den zweitmeisten Hinrichtungen – nur in China werden noch mehr Menschen hingerichtet.

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