Der iranische Botschafter im Libanon muss das Land verlassen. Grund dafür ist der Verdacht, dass er Einfluss auf die Hisbollah genommen haben soll. Mohammed Resa Scheibani wurde laut dem Außenministerium in Beirut am Dienstag zur "Persona non grata" erklärt. Er muss Libanon bis Sonntag verlassen. Libanons Regierungschef Nawaf Salam hat Teheran zuvor vorgeworfen, die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Land zu befehligen.
Salam sagte am Sonntag im Interview mit dem saudiarabischen Sender Al Hadath: "Die iranischen Revolutionsgarden sind hier präsent und führen leider die Militäroperation im Libanon." Außerdem meinte er: "Diese Leute besitzen gefälschte Pässe und sind illegal ins Land gekommen." Am Dienstag gab dann das Außenministerium bekannt, dass der iranische Botschafter das Land verlassen muss.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah wieder massiv eskaliert. Die libanesische Miliz feuert seither immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt im Gegenzug Hisbollah-Ziele im Libanon und ist inzwischen auch mit Bodentruppen im Grenzgebiet auf libanesisches Territorium vorgedrungen.