Der Deutsche Kulturrat würdigt Iris Berben für ihren jahrzehntelangen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Die 75-Jährige habe mit ihrer öffentlichen Stimme gezeigt, welche gesellschaftliche Kraft Künstler entfalten können.
"Sie widerspricht, wo Schweigen bequem wäre, und macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus eine dauerhafte Aufgabe unserer Gesellschaft ist", sagte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.
Berben erinnert mit Lesungen, Schulbesuchen und öffentlichen Diskussionen an die Verbrechen des Nationalsozialismus und trete für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens ein. Erinnerungskultur verstehe sie nicht allein als Bewahrung der Vergangenheit, sondern als demokratische Aufgabe der Gegenwart.
Der Preis wird Berben am 24. September in der Staatsbibliothek zu Berlin verliehen. Die Laudatio soll der bekannte Pianist Igor Levit (39) halten.