Irrer Philippinen-Präsident will Beamte aus Hubschrauber werfen

Bild: Reuters
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat sich in seiner bisher kurzen Amtszeit zu einer der umstrittensten Figuren auf dem internationalen Parkett entwickelt. Das oberste Staatsoberhaupt rief nämlich in der Vergangenheit dazu auf, Drogensüchtige und Kriminelle auf offener Straße zu erschießen. Nun droht er damit, korrupte Beamte aus einem Hubschrauber werfen zu wollen.
Viele sagen, dass Duterte ein Diktator ist. In der internationalen Gemeinschaft sorgen seine Aussagen und die damit verbundenen Auswirkungen seit Monaten für Entsetzen. Das Wort "unglaublich" reicht nicht, um das zu beschreiben, was Duterte sich leistet.

Sein neuester Aufreger: Er droht damit, korrupte Beamte aus einem fliegenden Hubschrauber zu werfen. Auch er selbst habe das schon einmal gemacht. Und würde es wieder tun: "Ich habe es schon einmal gemacht, wieso also nicht wieder?", sagte er.

Seinen eigenen Angaben zufolge habe er einen Chinesen, der jemanden vergewaltigt und ermordet hatte, aus einem fliegende Hubschrauber geworfen. Sein Sprecher Ernesto Abella wollte den genauen Zeitpunkt dieses Vorfalls nicht bestätigen: "Sagen wir einfach, es ist eine urbane Legende."

Drogensüchtige erschießen

Das war nicht die erste Aussage, die international für Aufsehen gesorgt hat. Schon bei seiner Antrittsrede als Präsident am 30. Juni rief er dazu auf, Drogensüchtige, Drogenhändler und Kriminelle einfach zu erschießen.

2.000 ermordet

In den folgenden zwei Monaten wurden mehr als 2.000 Menschen, die unter Verdacht standen, mit Drogen zu handeln oder sie zu konsumieren, ermordet. Die Polizei hat den Auftrag, keine Warnschüsse abzugeben, sondern gleich zu töten. Doch auch in "Todesschwadronen" organisierte Privatpersonen tragen zur hohen Todeszahl bei. Für diese Tötungen wurde niemand zur Rechenschaft gezogen.

Bei Razzien starben in nur zwei Monaten 402 Menschen, 5.500 wurden verhaftet. Unglaubliche 600.000 Menschen stellten sich freiwillig.

Mörder prahlt mit seinen Taten

Duterte selbst prahlte erst im Dezember damit, eigenhändig Kriminelle getötet zu haben. Während seiner Zeit als Bürgermeister von Davao habe er selbst getötet, um der Polizei ein gutes Beispiel zu sein. Er sei auf einem Motorrad durch die südphilippinische Stadt patrouilliert und habe "nach Ärger gesucht": "Ich habe wirklich die Konfrontation gesucht, sodass ich töten konnte."

International wird so ein Verhalten nicht gutgeheißen. Die Vereinten Nationen verurteilten die Vorgänge bereits zwei Wochen nach Dutertes Amtsantritt als Bruch der Grundrechte. Doch Duterte hat nicht vor, aufzuhören.
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