Österreich

IS-Fanatiker wollten Gottesstaat in Österreich erric...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:05

Der Staatsschutz und das Einsatzkommando Cobra bliesen am Donnerstag Morgen zu einer der größten Razzien in der Geschichte Österreichs. 800 Beamte stürmten Wohnungen und Moscheen in Wien und Graz. 14 Personen wurden unter Terrorverdacht festgenommen, gab Innenminister Sobotka am Abend bekannt.

Der Staatsschutz und das Einsatzkommando Cobra bliesen am Donnerstag Morgen zu einer der größten Razzien in der Geschichte Österreichs. 800 Beamte stürmten Wohnungen und Moscheen in Wien und Graz. 14 Personen wurden unter Terrorverdacht festgenommen, gab Innenminister Wolfgang Sobotka am Abend bekannt. 
Die Verhafteten wollten in Österreich einen Gottesstaat errichten und müssen sich jetzt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten: Zunächst wurden 8 Personen, darunter drei Österreicher mit Migrationshintergrund (Bosnien, Afghanistan, ein Balkan-Staat) zwei Bosnier, ein Bulgare, ein Mazedonier und ein Syrer, am Vormittag festgenommen.

Bei den Verhören hat sich ein Tatverdacht bei drei weiteren Männer und drei Frauen vom Balkan ergeben - auch sie wurden festgenommen. Sie alle bekennen sich zum IS und seiner Ideologie, 2-3 von ihnen werden als Prediger eingestuft.

Die Gruppe wollte laut Innenminister Sobotka eine Parallelgesellschaft mit dem Ziel eines Gottesstaates errichten und andere Menschen radikalisieren. Die Pläne waren offenbar schon sehr konkret, es habe eine "Gefährdung" vorgelegen, so Sobotka: "Sonst würde die Staatsanwaltschaft keine Haftbefehle ausstellen."

Noch viel Arbeit für Ermittler

Insgesamt wurden in den Wohnungen in Wien und Graz 140 Datenträger sichergestellt. "Es wird jetzt Wochen, Monate dauern, diese auszuwerten", erklärte der Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler. Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen haben bereits 2015 begonnen.

Christian Pilnacek, Sektionschef für Strafrecht im Justizministerium, betonte, dass es keine Verbindung zwischen den am Donnerstag verhafteten Personen und dem gibt.

Jörg Michner

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