Welt

IS hat 30 Prozent seiner Einnahmen eingebüßt

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:44

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat durch Gebietsverluste und die Bombardierung ihrer Erdöl-Infrastruktur fast ein Drittel seiner Einkünfte eingebüßt. Das stellten Experten des Analyseinstituts IHS in einem neuen Bericht fest.

Die hat durch Gebietsverluste und die Bombardierung ihrer Erdöl-Infrastruktur fast ein Drittel seiner Einkünfte eingebüßt. Das stellten Experten des Analyseinstituts IHS in einem neuen Bericht fest.

Im März beliefen sich die Einnahmen des IS auf rund 56 Millionen US-Dollar, Mitte vergangenen Jahres waren es noch monatlich rund 80 Millionen US-Dollar gewesen. Schuld an den Einbußen sind große Gebietsverluste des selbsternannten "Islamischen Staates" sowie die Bombenkampagne durch die US-geführte Anti-IS-Koalition, die sich auch gegen die Öl-Infrastruktur richtet. Die Ölproduktion des IS sei demnach im gleichen Zeitraum von 33.000 Barrel auf 21.000 Barrel pro Tag gesunken. 

Das IS-kontrollierte Gebiet ist laut IHS derzeit zudem um 22 Prozent kleiner als noch Mitte des Jahres 2014. Statt neun Millionen Menschen leben demnach nun rund sechs Millionen in Syrien und dem Irak unter der Herrschaft der Terrormiliz. Neben der Ölförderung sind von Einwohnern erpresste "Steuereinnahmen" die wichtigste Einnahmequelle der Dschihadisten, sie machen rund die Hälfte des IS-Budgets aus.

Geldstrafen häufiger

Wegen der Geldknappheit soll die Terrormiliz Urteile ihrer gefürchteten Scharia-Gerichte immer häufiger in Geldstrafen umwandeln. So wurden Frauen, die in den Augen der Dschihadisten nicht angemessen gekleidet waren, bisher ausgepeitscht. Nun müssten sie stattdessen Geldstrafen bezahlen, berichteten Einwohner von Mosul.

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