IS-Propaganda-Kanäle in Europa lahmgelegt

Europol-Direktor Rob Wainwright.
Europol-Direktor Rob Wainwright.Bild: Reuters
Die Behörden geben bekannt, der Terrormiliz "Islamischer Staat" "einen schweren Schlag versetzt" zu haben.

Die Polizeibehörden in den USA und in der EU haben in einer gemeinsamen Aktion die Propaganda-Kanäle der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach eigenen Angaben weitgehend lahmgelegt. Damit sei es gelungen, den "Propaganda-Möglichkeiten" des IS "einen schweren Schlag zu versetzen", erklärte Europol-Chef Rob Wainwright am Freitag in Den Haag. Die Radikalisierung junger Menschen in Europa werde dem IS so erschwert.

Die zweitägige Aktion war die jüngste Etappe einer im Jahr 2015 gestarteten Kampagne und richtete sich vor allem gegen die IS-Agentur Amaq, die häufig Erklärungen der Organisation verbreitet. Doch auch andere Medienkanäle wie etwa Radio al-Bayan waren betroffen.

Server beschlagnahmt

Der Einsatz wurde von Europols Hauptsitz in Den Haag aus koordiniert. Nationale Polizeieinheiten beschlagnahmten Server in den Niederlanden, Kanada und den USA sowie Datenmaterial in Bulgarien, Frankreich und Rumänien. Der IS nutzte Amaq unter anderem dafür, sich zu den tödlichen Anschlägen in Paris, Brüssel, Barcelona und Berlin zu bekennen.

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(kaf/afp)

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