Österreich

IS-Terrorist entwischt Salzburger Polizei

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:28

Die Salzburger Polizei nahm vergangenen Dezember zwei Männer fest, die angeblich für den IS bei den Terroranschlägen von Paris mithelfen hätten sollten. Jetzt kam heraus: Es war auch ein dritter Komplize in dem Flüchtlingsheim, als die Fahnder zuschlugen - er konnte aber entwischen.

Die Salzburger Polizei nahm vergangenen Dezember zwei Männer fest, die angeblich für den IS bei den mithelfen hätten sollten. Jetzt kam heraus: Es war auch ein dritter Komplize in dem Flüchtlingsheim, als die Fahnder zuschlugen - er konnte aber entwischen.

Adel H. und Muhammad U. hätten laut Ermittlern bei den IS-Anschlägen in Paris im November des Vorjahres mitmachen sollen. Ihre falschen syrischen Pässe seien aber an der griechischen Grenze aufgeflogen; das Duo wurde aber einen Monat lang festgehalten und versäumte so den Termin des Terrorakts.

Sie waren danach weiter gereist und warteten in einem Salzburger Flüchtlingsheim auf neue Befehle - trafen sich dort sogar mit ihrem Auftraggeber Abid T., wie der US-Sender CNN jetzt heraus fand.  Als die Polizisten das Heim stürmten und  , fanden sie das zurückgelassene Handy von Abid T., das noch am Ladegerät steckte. Von ihm fehlte jedoch jede Spur.

Auf dem Mobiltelefon fanden die Polizisten ein Foto, das ihn auf einem Bett im Flüchtlingsheim zeigt - aufgenommen nur dreißig Minuten vor dem Zugriff. Weiters hatte er die Nummer von Adel H. eingespeichert sowie eine andere, die zur Terrorzelle des Drahtziehers der Paris-Attentate Abelhamid Abaaoud gehören soll.

Auch Abid T. kam als Flüchtling

Laut Ermittlern war Abid T. ebenfalls als syrischer Flüchtling getarnt über die Balkan-Route nach Europa gereist und am 10. Dezember im Salzburger Flüchtlingsheim angekommen. Genau jener Tag, an dem die Polizei zugriff.

Ein internationaler Haftbefehl gegen den flüchtigen Abid T. wurde ausgestellt - erst im Juli wurde er in Brüssel wegen des Verdachts der IS-Mitgliedschaft festgenommen. Er wartet derzeit auf seine Auslieferung nach Österreich. Seine mutmaßlichen Komplizen Adel H. und Muhammad U. wurden mittlerweile Jörg Michner

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