Erste Klagen gegen Republik Österreich in Causa Ischgl

Die U-Kommission nimmt sofort ihre Arbeit auf.
Die U-Kommission nimmt sofort ihre Arbeit auf.picturedesk.com
Der Verbraucherschutzverein (VSV) bringt erste Amtshaftungsklagen von Skitouristen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ein.

Nachdem sich unzählige Touristen im Ski-Urlaub in Tirol mit Corona infiziert und das Virus in die ganze Welt getragen haben, werden am Mittwoch erste Klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol eingereicht.

Im März zu Beginn der Corona-Pandemie sorgte der Wintersportort Ischgl weltweit für Negativ-Schlagzeilen. In der Après-Ski-Bar "Kitzloch" hatten sich zahlreiche Gäste mit Corona infiziert. Der Touristenort trug maßgeblich zur Verbreitung des Virus in Europa bei.

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Mehr als 6.000 Tirol-Urlaubsgäste hätten sich bereits beim Verbraucherschutzverein als Geschädigte gemeldet. Viele davon stammen aus Deutschland. Im Rechtsweg vertritt der VSV vorerst 1.000 Betroffene. In einzelnen Fällen geht es laut Obmann Peter Kolba um bis zu 100.000 Euro.

Zu spät reagiert

Vorerst wurden am Mittwoch vier Amtshaftungsklagen von Covid-19-Geschädigten beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen eingebracht.

Seiner Darstellung zufolge hätten die Verantwortlichen zu spät und nicht umfassend genug auf den Ausbruch des Coronavirus in Ischgl reagiert. Vom Tiroler Wintersportort wurde das Coronavirus in 45 Staaten getragen.

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