Islamischer Imam heiratet versehentlich einen Mann

Islamischer Imam heiratet aus Versehen einen Mann.
Islamischer Imam heiratet aus Versehen einen Mann.Bild: Screenshot New Vision Uganda/Twitter
Ein muslimischer Geistlicher heiratet eine junge Frau, zum Sex kommt es aber nie. Erst zwei Wochen später erfährt der Ehemann, dass seine Frau eigentlich Richard heißt.
Spott und Häme erlebt ein muslimischer Geistlicher, der offenbar im Dezember unwissentlich einen Mann heiratete. Das berichten u.a. die "Washington Post", "The Times" sowie lokale Medien in Uganda.

Demnach sei der 27-Jährige misstrauisch geworden, als seine frisch angetraute Ehefrau sich auch Wochen nach der Eheschließung "weigerte, sich beim Schlafen auszuziehen", wie ein Geistlicher an der Moschee des Imams lokalen Medien schilderte.

Kein Sex nach der Ehe



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gewissheit bekam er, als seine Ehefrau des mutmaßlichen Diebstahls eines Fernsehgeräts beschuldigt und festgenommen wurde. Im Zuge einer Untersuchung durch eine Polizistin sei die vermeintliche Ehefrau als Richard Tumushabe identifiziert worden.

Berichten zufolge, soll der Imam auch zwei Wochen nach der Eheschließung immer noch keinen Geschlechtsverkehr mit seiner "Braut" gehabt haben. So soll ihm diese vorgegaukelt haben, ihre Periode zu haben.

Der Bräutigam soll sogar eine Mitgift an die Tante der Braut bezahlt haben. Zwei Ziegen, zwei Päckchen Zucker, Kleider und einen Koran. Die Tante will aber nicht gewusst haben, dass ihre Nichte ein Neffe ist. Sie habe den jungen Mann erst im Erwachsenenalter als vermeintliche Frau kennengelernt, erklärte sie.

"New Vision", eine der beiden großen nationalen Tageszeitungen in Uganda, berichtete über den Fall und veröffentlichte auch Bilder der Hochzeit.



Weil Homosexualität in dem afrikanischen Land unter Strafe steht, wurde der 27-jährige Imam inzwischen von all seinen religiösen Verpflichtungen entbunden. Seinem mutmaßlichen Ehepartner wurde hingegen ein "unnatürliches" Vergehen vorgeworfen. Aktivisten sehen den Fall als Beleg für die Intoleranz in dem Land.

Todesstrafe für Homosexuelle



Der Fall zeige, „wie homophob das Land ist", kritisierte der Menschenrechtsaktivist Frank Mugisha, Leiter der Gruppe Sexual Minorities Uganda, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt.

In den vergangenen Jahren wurde vonseiten der Politik immer wieder versucht, härtere Strafen gegen Homosexualität zu verhängen - einschließlich der Todesstrafe durch Erhängen.



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