Bereits am Dienstag klickten für Maksim B., er selber nannte sich Abu Muhamed, die Handschellen. Die bosnische Spezialeinheit SIPA verdächtigt ihn Teil einer terroristischen Organisation zu sein.
B. wurde am Donnerstag dem Richter überstellt. Vorerst kommt er für einen Monat in U-Haft. Das ist aber nicht das erste Mal, dass der Verdächtige hinter Gitter muss. Er saß nämlich schon 2008 in Wien im Häfn. Er wird unter anderem wegen Behinderung der Justiz, Verbergen von Beweisen und Drohung gegenüber Zeugen gesucht.
Maksim B. hat keinen Pass
Nach der Haft in Wien wurde B. des Landes verwiesen. Zwei Jahre später wurde er jedoch wieder festgenommen, weil er offenbar einen Anschlag in Tuzla geplant haben soll. Jedoch wurde nach nur wenigen Monaten wieder auf freien Fuß gesetzt.
Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, soll B. erneut Anschläge geplant haben. Konkret soll eine Polizeistation das Ziel gewesen sein. Bei einer Durchsuchung seines Autos fand man unter anderem ein automatisches Gewehr, über 400 Stück Munition, Handgranaten sowie Material und Fahnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
Vor Gericht leugnete B. alle Vorwürfe. Lediglich die Haft in Wien gestand er. Jedoch hätte er sich aufgrund von "Problemen und Morddrohungen versucht zu beruhigen". Weiter erklärte er, dass für einige Monate in Sarajevo für eine deutsche Firma im Call Center gearbeitet habe. An Anschläge hätte er gar nicht gedacht, vor allem nicht auf Beamte.
Der Verteidiger fügte hinzu, dass man B. sofort freilassen müsse, da keine Fluchtgefahr bestünde. Der Grund: Der Angeklagte besitzt offenbar gar keinen Pass. (slo)