Islamisten-Anschlag auf Luxus-Ressort in Mali

Dschihadisten stürmten ein Hotel, erschossen mindestens zwei Touristen und nahmen Dutzende Geiseln.

Mehrere bewaffnete Männer griffen das Ressort "Campement de Kangaba" nahe der Hauptstadt Bamako an, das besonders bei Franzosen beliebt ist. Unter den Gästen befinden sich immer wieder zahlreiche in der Region stationierte UN-Soldaten.

Die Attentäter schrieen laut Zeugen "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") und schossen um sich. Sicherheitsminister Salif Traoré bestätigte: "Das ist ein Angriff von Dschihadisten."

Mindestens zwei Touristen wurden getötet, zwei weitere verletzt. Allerdings starben auch zwei der Islamisten, nachdem die malische Armee und im Land stationierte UN-Soldaten eingegriffen hatten. Nach den Leichen von zwei weiteren Angreifern wird noch gesucht.

Ein französischer UN-Soldat, der Gast im Ressort war, hatte seine Waffe dabei und soll laut Augenzeugen zumindest einen der Angreifer verletzt haben. Wie viele Angreifer es tatsächlich waren, ist jedoch noch nicht bekannt.

USA warnten kürzlich

Das Sicherheitsministerium berichtet, dass 32 Geiseln aus den Händen der Dschihadisten befreit wurde. Unter ihnen sollen sich Vertreter der Europäischen Union, der Vereinten Nationen und des französischen UN-Kontigents in Mali befunden haben.

Erst vor einer Woche hatte die US-Botschaft in Bamako gewarnt, dass es derzeit eine erhöhte Anschlaggefahr gebe. Im März 2016 wurde dort bereits ein Hotel von Islamisten angegriffen, im November 2015 waren im Radisson Blu 20 Menschen bei einem Anschlag getötet worden.

(jm)

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