Islamisten? 50 Personen attackieren Wiener Kirche

Die Antonskirche in Wien-Favoriten
Die Antonskirche in Wien-Favoritenpicturedesk.com/Kurier/Gerhard Deutsch
Der Streit um die Mohammed-Karikaturen des Pariser Magazins "Charlie Hebdo" schwappt offenbar auch auf Österreich über.

Wie der "Kurier" berichtet, sollen am Donnerstagabend rund 50 Personen in die Antonskirche in Wien-Favoriten eingedrungen sein. Dort soll die aufgebrachte Menge randaliert und gegen die Bänke und den Beichtstuhl getreten haben. Dabei sollen sie "Allahu Akbar" gerufen haben.

Der stellvertretende Pfarrer hatte die Exekutive alarmiert, doch bei deren Eintreffen waren die Randalierer bereits wieder getürmt. Der gesamte Vorfall soll aber von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden sein. Darauf sollen auf den Aufnahmen "südländisch aussehende Jugendliche" zu sehen sein, zitiert der "Kurier" einen Polizeibericht.

Türkische Jugendliche angezeigt

Die Ermittler des Verfassungsschutzes sollen derzeit davon ausgehen, dass es sich bei den Kirchen-Eindringlingen um eine Gruppe türkischer Jugendliche handelt, die sich zuvor über die Sozialen Medien organisiert und knapp zwei Stunden vor dem Vorfall auf dem Reumannplatz gesammelt hatte.

Bei dem Treffen soll es zu Raufereien gekommen sein, islamistische Parolen wurden gerufen und auch Böller geworfen. Bei zehn der Verdächtigen jüngen Türken konnte die Polizei die Personalien feststellen – und sie wegen Ordnungsstörungen anzeigen.

Es soll nicht der einzige Vorfall der Gruppe gewesen sein. Die Verfassungsschützer gehen offenbar davon aus, dass es sich um dieselbe Gruppe "fanatischer türkischer Islamisten" handelt, die seit Monaten in Favoriten auffällig ist. Offenbar werden den Jugendlichen auch bereits mehrere Fälle von "ideologisch motivierter" Körperverletzung zugeschrieben.

Nehammer verurteilt Vorkommnisse scharf

"Wir lassen uns in Österreich das Recht auf freie Religionsausübung niemals zerstören und werden die christliche Gemeinschaft mit all unseren Kräften schützen. Ich habe den Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit umgehend angewiesen, alle Polizeidienststellen aufgrund der aktuellen Ereignisse zu sensibilisieren und den öffentlichen Raum insbesondere im Hotspot Favoriten verstärkt zu überwachen", wird Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) abschließend zitiert.

Integrationsministerin Susanne Raab reagierte ebenfalls darauf: "Parallelgesellschaften sind der Nährboden für Gewalt. Wir müssen jede Form von Extremismus und Islamismus schon von Beginn an bekämpfen, um Schlimmeres zu verhindern. Es ist gut, dass die Polizei hier sofort eingeschritten ist und die Präsenz in Favoriten erhöht", teilt sie gegenüber "Heute" mit.

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