Skandal um die erste Ausgabe von "X-Men Gold". Zeichner Ardian Syaf hat islamistische und antisemitische Botschaften in seinen Bildern versteckt.
Der erste Band ist vor knapp einer Woche erschienen. Viel länger wird es diese Version auch nicht geben. Marvel hat angekündigt, Teile zurückholen zu wollen.
Schuld daran ist Zeichner Ardian Syaf, der den Comic missbrauchte, um vor der indonesischen Wahl, die noch im April stattfindet, Stimmung zu machen. Er versteckte Botschaften, die gegen den amtierenden christlichen Gouverneur, der erneut antritt, gerichtet sind.
Koranvers, der das Wählen von Christen verbietet
Im Comic zeichnete Syaf dem Helden Colossus einen Koranvers aufs Shirt (siehe Tweet). Dieser besagt - in der Auffassung der Islamisten - dass man als Muslim Christen oder Juden nicht wählen darf.
Antisemitische Anspielung auf X-Men
Damit noch nicht genug. Auch Kitty Pryde (in X-Men von Ellen Page gespielt) wird schlecht gemacht - weil sie Jüdin ist.
Shitstorm der Fans: X-Men steht für Toleranz
Marvel will gegen den Zeichner vorgehen. Bevor es soweit ist hagelt es allerdings Verbalwatschen von den X-Men-Fans. Syaf ziehe alles durch den Dreck, wofür die X-Men stehen. Nämlich Toleranz und Zusammenarbeit. Die Väter der X-Men, Stan Lee und Jack Kirby, sind selbst Juden. (lam)