Islamophobie-Gipfel gegen antimuslimischen Hass

Beim ersten Europäischen Islamophobie-Gipfel in Sarajevo, Bosnien, versammelten sich internationale Entscheidungsträger, um durch Muslimenhass motivierte Verbrechen und Intoleranz in Europa zu thematisieren.

Beim ersten Europäischen Islamophobie-Gipfel in Sarajevo, Bosnien, versammelten sich internationale Entscheidungsträger, um durch Muslimenhass motivierte Verbrechen und Intoleranz in Europa zu thematisieren.

Nur eine Woche bevor die Slowakei, die muslimischen Flüchtlingen den Einlass verwehren möchte, die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, vereinigte der erste Europäische Islamophobie-Gipfel internationale Entscheidungsträger, einschließlich des früheren spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero und des früheren britischen Außenministers Jack Straw, für die Suche nach politischen Lösungen für den Anstieg antimuslimischer Intoleranz und durch Rassenhass motivierte Verbrechen in Europa.

Die Abschlusserklärung, auf die sich die 19 teilnehmenden NROs als Repräsentanten des Europäischen Islamophobie-Gipfels geeinigt hatten, lautet: „Wir sind besonders in Sorge, dass die derzeitige politische und wirtschaftliche Unsicherheit innerhalb Europas, insbesondere im Hinblick auf die und den Aufstieg des Rechtsextremismus in Europa, das Klima aus Entzweiung, Angst und Intoleranz noch weiter verschärfen wird.“

Die Abschlusserklärung enthielt außerdem die folgenden politischen Empfehlungen, die sich an politische Entscheidungsträger und Politiker richten:

Verbessern Sie die Dokumentation von Islamophobie als Kategorie von aus Rassenhass motivierten Verbrechen in ganz Europa und insbesondere in der EU. Zusätzlich sollten aus antimuslimischem Hass motivierte Verbrechen in den Ländern, in denen dies noch nicht der Fall ist, als eigene Kategorie dokumentiert werden. 
Stellen Sie sich aktiv gegen Politik, die auf Basis religiöser Identität diskriminiert (so wie die Vorschläge von Donald Trump und dem slowakischen Ministerpräsidenten, muslimischen Migranten den Zutritt zu ihren Ländern zu verwehren).
Beginnen und unterstützen Sie öffentliche Sensibilisierungskampagnen, welche dabei helfen, große Teile der Gesellschaft darüber zu informieren, wie viel Schaden durch Islamophobie entsteht.
Erhöhen Sie die öffentliche Finanzierung von Projekten und Initiativen, die sich gegen Islamophobie stellen, besonders als Antwort auf den großen Anstieg von durch Islamophobie motivierte Verbrechen in ganz Europa.
Erhöhen Sie im Falle eines erhöhten Sicherheitsrisikos die Sicherheitsmaßnahmen in muslimischen Stadtteilen, religiösen Bauwerken und Gebäuden von offensichtlich muslimischer Natur.
Die EU ist dazu angehalten, die vorgeschlagenen Gleichbehandlungsrichtlinien zu übernehmen, um besser gegen Diskriminierung, besonders auf Basis der religiösen Identität im Arbeitskontext, schützen zu können. 
Grundrechtsverletzungen gegen Frauen mit Kopftuch sollten von Gesetzgebern und Politikern thematisiert werden. 
Die Diskriminierung von Muslimen, und besonders von verschleierten Musliminnen, auf dem Arbeitsmarkt sollte erkannt und ernsthaft durch die Schaffung von besseren gesetzlichen Richtlinien und einem entsprechenden Bewusstsein angegangen werden.
Regierungen müssen für Richtlinien sorgen, die die Rechte religiöser Minderheiten schützen, so dass diese ihren Glauben ausüben können und sowohl in der Schule oder Universität als auch am Arbeitsplatz respektiert werden; dies darf nicht der Präferenz individueller Vorstände oder Schulleiter überlassen werden. 

In der Erklärung steht weiterhin, der Islamophobie-Gipfel stehe „Seite an Seite mit allen Opfern von Intoleranz und Diskriminierung. Alle Formen von Hass und Vorurteilen gemein ist die schädliche Struktur und ideologische Toxizität. Daher treten wir für konfessionsübergreifende Einigkeit gegen alle Formen von Diskriminierung und Vorurteilen ein - etwas, das für jede verständliche Reaktion auf das Problem der Islamophobie und anderen Formen von Diskriminierung eine zentrale Rolle spielt.“

Weitere bestätigte Gipfelteilnehmer sind unter anderem:

Zivile Organisationen, wie die britische Anti-Rassismus-Bewegung
Politiker, wie der Abgeordnete des Europaparlaments Afzhal Khan und Naz Shah, Mitglied des britischen Parlaments
Mitglieder der Zivilgesellschaft, wie die US-Basketballspielerin , Naif Al Mutawa
Wissenschaftler, einschließlich des Forschungsleiters der Georgetown University Nathan Lean und Hatem Bazian, Dozent an der Berkley University

Muddassar Ahmed, der offizielle Sprecher des Gipfels und Schirmherr des , sagte: "Die nächste EU-Ratspräsidentschaft wird an eine slowakische Regierung gehen, deren Parteivorsitzender den von den Nazis unterstützten slowakischen Staat von 1939-1945 verehrt, welcher 75000 Juden in Konzentrationslager geschickt hat. Zusätzlich sagt der Ministerpräsident derselben Regierung, dass muslimische Flüchtlinge in der Slowakei nicht willkommen seien.“

 

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