Bei ihrer Offensive im Gazastreifen haben die israelischen Streitkräfte ein Spital getroffen. Im Al-Aqsa-Krankenhaus sind durch den Beschuss fünf Menschen ums Leben gekommen und 15 verletzt worden.
Der seit zwei Wochen laufende Konflikt zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen hat insgesamt schon über 500 Menschen das Leben gekostet. Häufig werden Zivilisten Opfer der israelischen Bombenangriffe auf vermutete Hamas-Stellungen. Auf israelischer Seite gab es bisher 20 Tote, die meisten davon Soldaten.
"So lange wie nötig"
Nach tagelangem Raketenbeschuss durch die Hamas und Gegen-Bombardements der israelischen Luftwaffe hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Donnerstag die Bodenoffensive befohlen. Als militärisches Ziel wurde ausgegeben, dass weitverzweigte Tunnelsystem der Hamas zu zerstören und den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen zu unterbinden. "Wir werden ", so Netanyahu.
Israelischer Soldat entführt?
Die Hamas behauptet, am Sonntag einen israelischen Soldaten gefangen genommen zu haben. Sie hat sogar Fotos von Ausweispapieren präsentiert sowie die Erkennungsnummer, nicht aber Bilder vom angeblich Gefangenen. Ob die Islamisten tatsächlich einen Militär festhalten, ist unklar. Zuerst hatte Jerusalem dementiert, dann wieder nicht.
Diplomatie bislang erfolglos
Der Weltsicherheitsrat verlangt eine sofortige Waffenruhe. Der UNO-Menschenrechtsrat will am Mittwoch eine außerordentliche Sitzung abhalten. Diplomatische Bemühungen blieben bisher ohne Erfolg. US-Außenminister John Kerry, der die israelischen Treffer sarkastisch als bezeichnet hat, wird zu neuen Vermittlungsgesprächen in der Region erwartet.
Neben den USA drängen auch Ägypten, Katar und Frankreich auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung der schlimmsten Kämpfe seit fünf Jahren. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird in den kommenden Tagen Kuwait, Ägypten, Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien besuchen.