Welt

Israel griff in Nacht Dutzende Ziele an

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:22

Die israelische Armee hat in der Nacht auf Sonntag erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert. Es seien Dutzende von Raketenabschussrampen getroffen worden, teilte das Militär mit. Außerdem seien ein Trainings- sowie ein Kommunikationszentrum der im Gazastreifen herrschenden Hamas getroffen worden. Auch die Marine habe "Terrorstätten" an der nördlichen Küste des Gazastreifens angegriffen.

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Nach israelischen Medienberichten feuerten militante Palästinenser nach Mitternacht zunächst keine Raketen mehr auf Israel ab. In der Früh heulten allerdings in mehreren Ortschaften in der Nähe des Gazastreifens wieder die Sirenen.

Nach israelischen Medienberichten feuerten militante Palästinenser nach Mitternacht zunächst keine Raketen mehr auf Israel ab. In der Früh heulten allerdings in mehreren Ortschaften in der wieder die Sirenen.

Kleinkinder tot

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums und von Augenzeugen wurden bei den Angriffen in der Nacht zwei Kleinkinder getötet und etwa 25 Menschen verletzt.

Im nördlichen Gazastreifen seien mehrere Häuser getroffen worden. Auch das Büro des Al-Quds-Fernsehens, das der im Gazastreifen herrschenden Hamas nahesteht, sei angegriffen worden. Dabei hätten sechs Journalisten Verletzungen erlitten.

Der israelische Rundfunk meldete, seit Mittwoch seien 800 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu will die Angriffe im Gazastreifen beenden, wenn zugleich die Raketenattacken auf Israel eingestellt werden.

Raketen auf Tel Aviv

Am Sonntag heulten die Sirenen auch wieder in Tel Aviv. Kur danach war im Stadtzentrum eine Explosion zu hören. Die Polizei teilte wenig später mit, zwei Raketen seien vom Abwehrsystem Iron Dome abgefangen worden. Militante Hamas-Angehörige bekannten sich dazu, die zwei vom Iran entwickelten Raketen vom Typ Fajr-5 abgefeuert zu haben.

Iran bestreitet Raketenlieferungen

Der Iran hat israelische Vorwürfe zurückgewiesen, Fajr-5-Raketen mit längerer Reichweite an militante Palästinenser im Gazastreifen geliefert zu haben. Die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage, sagte der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für auswärtige Angelegenheiten und nationale Sicherheit im iranischen Fernsehen.

Die militanten Kräfte benötigten keine Hilfe von außen, wurde Alaeddin Boroujerdi auf der Internetseite des arabisch-sprachigen Fernsehssenders Al-Alam zitiert.

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